BR-KLASSIK

Inhalt

Von "Gravity" bis Richard Strauß Die besten Weltall-Musiken - Eine Playlist

Diese Musiken gehen steil - in Richtung Weltraum. Von John Williams über Max Richter und Philip Glass bis Richard Strauss und Gustav Holst: passend zum "Space Night"-Konzert gibt es hier die BR-KLASSIK-Playlist der schönsten Weltall-Musiken. Da tun sich Räume auf!

Steven Price: "Gravity"

Dieser Film ist fast eine Art Weltraum-Kammerspiel, so nah ist man dran und drin in der Geschichte um die Astronautin Ryan Stone (Sandra Bullock), die ein durchs All rasender Trümmerschwarm von ihrem Raumschiff weg katapultiert. Gleichzeitig stellen Bilder von All und Erde eine beängstigende, verlorene Weite her. Ebenso spannend, beklemmend und atemraubend wie der Film ist auch der Soundtrack von Steven Price.

Jerry Goldsmith: "Alien"

Zunächst sieht man nicht viel von dem schleimigen Weltallmonster, das sich als Parasit in das Raumschiff "Nostromo" eingeschlichen hat. Es wächst und gedeiht, dafür wird die Crew immer kleiner. Komponist Jerry Goldsmith ging mit seinem atonalen, themenarmen Score neue Wege. Seine Musik wurde dann allerdings nicht komplett im Film verwendet, Auszüge aus seinem früheren Werk "Freud" wurden dafür eingefügt.

Philip Glass: "Islands" aus: "Glassworks"

Mit "Glassworks" wollte Minimal-Music-Spezialist Philip Glass ein breiteres Publikum erreichen. Und tatsächlich: Es wurde sein bestverkauftes Album. Mit dabei: der damals topaktuelle DX7-Synthesizer. Die Musik mit weltallartiger Weite wurde Inspriationsquelle für Pop-Avantgardisten wie Brian Eno, Aphex Twin oder Portishead. Der dritte von sechs Sätzen - "Islands" - ist auch im Konzert mit dem Münchner Rundfunkorchester zu hören.

Max Richter: "Non-eternal" aus "Sleep"

Auch Max Richter arbeitet mit repetitiven Formen; hier tut sich das All aber wesentlich weniger stark strukturiert auf als bei Philip Glass. "Non-eternal" stammt eigentlich auch seinem achtstündigen Konzeptalbum "Sleep", das beim Einschlafen helfen soll. Warum also nicht auch mal vom Weltraum träumen?

Alan Hovhaness: Symphonie Nr. 6, op. 173 "Celestial Gate"

Die 6. Symphonie von Alan Hovhaness bietet hymnische Streicherpassagen, zurückhaltende Pizzicatos und auch Chaos: Manchmal wird der gleiche Abschnitt von verschiedenen Instrumentengruppen unkoordiniert gespielt. Dem Zufall eine Chance - so geht Weltall! Das Münchner Rundfunkorchester hat das Stück auch im Programm beim Space-Night-Konzert.

John Williams: "E.T. - der Außerirdische"

Stephen Spielbergs "E.T.", einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, prägte eine ganze Generation. Plötzlich waren schrumpelige Aliens und BMX-Räder in. Und jeder wollte "nach Hause telefonieren". Der Soundtrack von John Williams gewann u.a. einen Grammy.

Richard Strauss: "Also sprach Zarathustra"

Stanley Kubrick hat die "Zarathustra"-Einleitung für seinen Film "2001: Odysee im Weltraum" verwendet, Elvis Presley startete mit dem Intro in den 70ern seine Bühnenshows. Wie es nach der berühmten Einleitung weitergeht, kann man hier sehen und hören - mit Gustavo Dudamel und den Wiener Philharmonikern.

John Williams: "Star Wars"-Suite

Der Klassiker unter den Space-Filmmusiken. Hier als Suite, gespielt vom BBC Concert Orchestra.

Gustav Holst: "The Planets"

Er war aber zuerst da: Gustav Holst komponierte seine Weltall-Suite "The Planets" in den Jahren 1914 bis 1916. Jeder dieser Planeten hat seinen eigenen Satz in dem Werk: Mars, Venus, Merkur, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun. Ein Porträt der erde unterließ Holst höflichkeitshalber. Das Mars-Thema inspirierte John Williams später zu seiner "Star Wars"-Musik.

Sendung: "Konzert des Münchner Rundfunkorchesters" am 09. Mai 2018, 19.30 auf BR-KLASSIK

    AV-Player