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Antonín Dvořák Streichquartett G-Dur

Es ist das letzte seiner 13 Streichquartette - eine typische böhmische Musik, die Antonín Dvořák scheinbar mühelos zu Papier brachte? Doch auch der ständig schöpferische Komponist kannte schwere Zeiten.

Portrait Antonin Dvorak | Bildquelle: picture-alliance/dpa

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Das starke Stück

Dvorák - Streichquartett G-Dur

Am Anfang klingt es kaum. Nur ein Hauch. Sehr leise. Eher ein Nichts. Ein sanfter Windstoß? Eine Musik, die zart und derb klingt, tänzerisch und melancholisch, sprudelnd und Heiter. Immer wieder fragend und dann wieder fast zerberstend. Eine Musik, die den Duft der Felder Böhmens atmet?

Dvořák sucht Inspriation in der Natur

"Ich erfreue mich der göttlichen Natur - und ich faulenze ständig und tue nichts, Sie werden sich vielleicht darüber wundern, aber es ist die Wahrheit - die heilige Wahrheit, ich bin ein Faulpelz und rühre die Feder nicht an." (Antonín Dvorák nach seiner Rückkehr aus der Neuen Welt.)

Es hatte keinen festlichen Empfang gegeben. Er hatte sich keinen gewünscht. Nur den Frieden von Vysoká: der hochherrschaftliche Landsitzes eines Verwandten, die vertrauten Räume, ein schöner Garten.

Herr Dvořák ging gerne in der Sommerfrische spazieren: Frühmorgens in der erwachenden Natur beim Gesang der Vogelstimmen. Er freute sich an Allem, was es in der Eile der großen Stadt und zwischen den Häuserschluchten New Yorks nicht gegeben hatte. Nun war er faul wie nie. Ungewohnte Faulheit und dabei ungewohnt guter Laune! Vielleicht aber trug er in der Sommerfrische von Vysoká schon den Gedanken an ein neues Streichquartett in G-Dur im Kopf herum.

Musik Info

Antonín Dvořák - Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello G-Dur, op. 106, B 192

Artemis Quartett
Label: Virgin Classics

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