BR-KLASSIK

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Seidiges Timbre und schwebende Pianissimi Das Beste von Montserrat Caballé

Die spanische Sängerin Montserrat Caballé beeindruckte durch ihre kraftvolle und vielseitige Stimme, ihre ausgefeilte Gesangstechnik und ihr legendäres Pianissimo. Zum Repertoire der katalanischen Sängerin gehörten die Opern von Rossini, Donizetti und Bellini, aber auch von Mozart oder Dvořák. BR-KLASSIK Opernredaktuer Volkmar Fischer beeindruckte die Sopranistin aber vor allem mit Verdi. Eine persönliche Auswahl zum Tod der großen Sängerin.

Giuseppe Verdi: Don Carlo

Melancholische Farben dominieren bei Montserrat Caballés Porträt der Elisabetta, einer der tragischen Figuren in Verdis "Don Carlo": eine Sternstunde auch wegen der dirigentischen Noblesse von Carlo Maria Giulini anno 1970 in London!

Montserrat Caballé (Elisabetta) neben Placido Domingo (Don Carlo), Sherrill Milnes (Posa), Ruggero Raimondi (Philipp), Shirley Verrett (Eboli), Ambrosian Opera Chorus, Orchester des Royal Opera House Covent Garden, Ltg.: Carlo Maria Giulini (1970)

Giuseppe Verdi: Aida

Vor allem eine betörende Freude am Leisen, am "ersterbenden" Pianissimo kennzeichnet Verdis Aida bei Montserrat Caballé in der musikalisch hochambitionierten, auch orchestral fulminanten Londoner Produktion von Riccardo Muti aus dem Jahr 1974.

Montserrat Caballé (Aida) neben Placido Domingo (Radames), Fiorenza Cossotto (Amneris), Piero Cappuccilli (Amonasro), Chor des Royal Opera House Covent Garden, New Philharmonia Orchestra, Ltg.: Riccardo Muti (London 1974)

Giuseppe Verdi: La Traviata

Ihr stimmliches Spektrum zwischen Agilität und Volumen verhilft Montserrat Caballé zu einem respektheischenden Porträt von Verdis Kameliendame, für die man eigentlich drei verschiedene Stimmen braucht. Die Primadonna aus Barcelona hatte sie 1967 in Rom dabei ...

Montserrat Caballé (Violetta) neben Carlo Bergonzi (Alfredo), Sherrill Milnes (Père Germont), Chor und Orchestra der RCA Italiana, Ltg.: Georges Prêtre (Rom 1967)

Ruggero Leoncavallo: Pagliacci/Bajazzo

Spitzentöne können sinnlich klingen, sogar lüstern, etwa bei Montserrat Caballé im Kostüm der untreuen Gattin des Komödianten Canio in Leoncavallos "Pagliacci/Bajazzo": eine Referenzaufnahme des blutigen Eifersuchtsdramas, entstanden 1971 in London!

Montserrat Caballé (Nedda) neben Placido Domingo (Canio), Sherrill Milnes (Tonio), John Alldis Choir, London Symphony Orchestra, Ltg.: Nello Santi (London 1971)

Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia

Der internationale Durchbruch gelang Montserrat Caballé 1965 nach kurzfristiger Absage der Kollegin Marilyn Horne in einer konzertanten Opernaufführung der Carnegie Hall New York: als Lucrezia in Donizettis "Lucrezia Borgia" - Belcanto vom Feinsten!

Montserrat Caballé (Lucrezia Borgia) neben Ezio Flagello (Alfonso), Alfredo Kraus (Gennaro), Shirley Verrett (Orsini), Chor und Orchester der RCA Italiana, Ltg.: Jonel Perlea (Rom 1966)

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