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Debüt beim Neujahrskonzert Mit Christian Thielemann ins neue Jahr

Christian Thielemann und die Wiener Philharmoniker verbindet eine inzwischen 18 Jahre andauernde enge Zusammenarbeit. Mit keinem anderen Orchester, so bekannte Thielemann schon vor längerer Zeit, empfinde er bereits unmittelbar nach Beginn jeder neuen Probe eine derartige intuitive Verbundenheit wie mit den Wiener Philharmonikern.

"Die Walküre" dirigiert von Christian Thielemann | Bildquelle: © Matthias Creutziger

Bildquelle: © Matthias Creutziger

Diese langjährige und intensive Zusammenarbeit zahle sich jetzt aus, wie Christian Thielemann bereits bei den Proben in den vergangenen Tagen erfahren konnte. "Ich lerne eine Menge", räumt der gebürtige Berliner ein.

Ein Programm aus Klassikern und Novitäten

Für sein Debüt am Pult des Neujahrskonzerts im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins haben sich Orchestervorstand und Thielemann schon beizeiten und nahezu reibungslos auf das Programm geeinigt. Den Auftakt bildet Carl Michael Ziehrers "Schönfeld-Marsch", gefolgt von Werken der Brüder Johann und Eduard Strauß. Auch Josef Strauss, der dritte Sohn des Gründervater der Wiener Komponistenfamilie, ist mit seinem "Transactionen-Walzer" und der Polka "Die Tänzerin" beim Neujahrskonzert vertreten.

Märsche können sehr schnell ausarten - aber nicht bei diesem Orchester.
Dirigent Christian Thielemann

Sechs Stücke finden sich erstmals im Programm - darunter einige Preziosen der Strauß-Dynastie, die auch zum ersten Mal von den Wienern intoniert werden: etwa die "Express-Polka" von Johann Strauß. Christian Thielemann vergleicht das Programm daher mit einer Hügellandschaft: "Wir Fangen mit so einem eleganten österreichischen Marsch an. Dabei sind Märsche sind ja immer so eine Sache: Sie können sehr schnell ausarten - aber nicht bei diesem Orchester. Und dann haben wir Walzer und auch einen 'Elfenreigen', da denkt man an Mendelssohn ... Und dann geht es durchaus auch handfest zu: Bei den 'Nordseebildern' zieht fast ein Sturm auf, der sich dann aber doch in einem Walzerwohlgefallen auflöst. Also die verschiedensten Farben."

Lange gehegter Wunsch

Wie jedes Jahr seit 1959 wird das Konzert live in alle Welt übertragen wird: dieses Mal in 90 Länder. Für den Vorstand der Wiener Philharmoniker und ersten Geiger, Daniel Froschauer, geht mit dem Neujahrskonzert ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Das Orchester habe schon lange auf dieses Debüt mit Christian Thielemann gewartet. Bereits nach dem Proben schwärmt Froschauer, der sich schon von Herzen auf dieses Neujahrskonzert freut.

Es wird ein ganz besonderes Konzert werden - das kann ich jetzt schon fühlen.
Daniel Froschauer, Vorstand der Wiener Philharmoniker

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