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Literaturnobelpreis 2016 für Bob Dylan Musikerlegende erhält höchste Ehrung

Er hat hunderte Lieder und dutzende Alben veröffentlicht und ist eine Ikone der Musik. Heute erkannte ihm die Schwedische Akademie in Stockholm den Literaturnobelpreis zu, und würdigte damit seinen Beitrag zur "großen amerikanischen Gesangstradition".

Bob Dylan | Bildquelle: dpa/Vi Khoa/Ho

Bildquelle: dpa/Vi Khoa/Ho

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Bob Dylan "neue poetische Ausdrucksformen im Rahmen der großen US-amerikanischen Songtradition geschaffen" habe. Dylan, der im Mai seinen 75 Geburtstag feierte, hat in den letzten 50 Jahren mehr als 500 Lieder und 40 Alben geschrieben und herausgebracht, darunter Welthits wie "Blowin' In The Wind".

Geboren wurde die Musiklegende mit deutsch-ukrainischen Wurzeln in Duluth, Minnesota. Als: Robert Allen Zimmerman. Es sei auch sein Schicksal gewesen, seinen Namen zu ändern. "Manche Menschen kommen mit dem falschen Namen und den falschen Eltern auf die Welt, das passiert." Seine ersten Songs nahm er in New York auf, zunächst als Mundharmoniker-Spieler auf einem Album von Harry Belafonte. Den Durchbruch brachten seine Alben "The Freewheelin' Bob Dylan" und "The Times They Are a-Changin". 

In den 1970er und 1980er Jahren geriet seine Karriere ins Wanken und rehabilitierte sich 1997 mit dem ersten großen Alterswerk "Time Out Of Mind" - einer Platte voller düsterer, anspruchsvoller Texte, die zu seinen besten zählen. Seitdem setzte er alle paar Jahre Maßstäbe wie "Modern Times" (2006) oder das erneut von literarischen, geschichtlichen und biblischen Anspielungen wimmelnde "Tempest" (2012). Rund 100 Millionen Tonträger soll Dylan inzwischen verkauft haben.

Literaturnobelpreise seit 1995

2015: Swetlana Alexijewitsch
2014: Patrick Modiano
2013: Alice Munro
2012: Mo Yan
2011: Tomas Tranströmer
2010: Mario Vargas Llosa
2009: Herta Müller
2008: J.M.G. Le Clézio
2007: Doris Lessing
2006: Orhan Pamuk
2005: Harold Pinter
2004: Elfriede Jelinek
2003: J.M. Coetzee
2002: Imre Kertész
2001: V.S. Naipaul
2000: Gao Xingjian
1999: Günter Grass
1998: José Saramago
1997: Dario Fo
1996: Wislawa Szymborska
1995: Seamus Heaney

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