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Kommentar: In der SZ wird Pianist Igor Levit attackiert So unterirdisch kann "Musikkritik" sein

In der Süddeutschen Zeitung vom 16. Oktober ist auf der ersten Seite des Feuilletons ein Artikel über den Pianisten Igor Levit erschienen. Der Text beginnt als Musikkritik und endet als politische Attacke. Darin überschreitet SZ-Kritiker Helmut Mauró eine Grenze. Eine Erwiderung.

Igor Levit | Bildquelle: Robbie Lawrence

Bildquelle: Robbie Lawrence

Wir Musikkritiker sind kritische Menschen, wir lieben den Streit und manchmal die Polemik. Der eine findet Thielemann besser, der andere Petrenko. Der eine schwört auf Trifonov, der andere auf Levit. Auch wenn wir eigentlich wissen, dass solche Vergleiche unsinnig sind. Aber Feuilleton ist kein Ponyhof. Das wusste schon der Philosoph Walter Benjamin: "Echte Polemik nimmt ein Buch sich so liebevoll vor, wie ein Kannibale sich einen Säugling zurüstet." Für mich darf es zwar gern auch eine Nummer zivilisierter sein. Aber solange es um künstlerische Fragen geht, soll die Klinge scharf sein. Direkte Erwiderungen, Debatten gar, sind da meist unnötig. Im Gegenteil. Polemik gegen einen Künstler, den wir schätzen, spornt uns Musikjournalisten an: Beim nächsten Konzert wetteifern wir um den besser begründeten, gern auch den besser formulierten Text.

LEGATO UND "OPFERMORAL"

Aber heute steht ein seltsamer Artikel in der Süddeutschen. Dieser Text fordert eine Erwiderung. Er beginnt als Musikkritik und endet als politische Attacke auf einen Menschen. Der Musikkritiker Helmut Mauró nimmt sich den Pianisten Igor Levit vor. Mauró mag Levits Legato nicht. Er mag nicht, wie sich Levit beim Spielen bewegt. Levits Beethoven-Einspielung sei "eher unerheblich". Und überhaupt sei Trifonov besser. Ist zwar unsinnig, weil die beiden meist unterschiedliches Repertoire spielen. Außerdem falsch, schnöselig, lausig begründet – meiner Meinung nach. Aber im Rahmen einer Musikkritik ist es völlig in Ordnung, sowas zu schreiben. Doch dann geht es weiter. Nach dem Pianisten rückt der Mensch ins Fadenkreuz.

IGOR LEVIT UND PARIS HILTON

Levit twittert. Er engagiert sich politisch. Mehr noch: Er stößt damit auf großes Echo, bekommt dutzendweise Auszeichnungen und Preise und sogar das Bundesverdienstkreuz aus der Hand des Bundespräsidenten. Das gefällt dem Musikkritiker nicht, der sich nun zum Pathos des Kulturkritikers aufschwingt. Levits phänomenale Resonanz verdanke sich gar nicht seinem legatoschwachen Klavierspiel, ja nicht mal seinem vorlauten politischen Engagement, sondern der bösen amerikanisch-kulturlosen Unsitte, das eigene Privatleben in den Sozialen Medien nach außen zu kehren. Für den SZ-Autor ist Levits Erfolg schlicht abgekupfert – und zwar bei der US-Celebrity-Größe Paris Hilton.

WER VERBREITET HASS?

Bei diesem Glanzstück der Gegenwartsanalyse, dessen Absurdität stark in Richtung Eigensatire tendiert, belässt es Mauró nicht. Seine Aggressionen sitzen tiefer. Ihn stört es, dass sich Levit ständig gegen Rechtsradikale und Antisemitismus wendet. Levit vertrete eine "Opferanspruchsideologie". Er und seine Freunde nähmen – dieses Zitat muss man zweimal lesen – "ein opfermoralisch begründbares Recht auf Hass und Verleumdung" in Anspruch. So ist das also: Ein Künstler, der von Rechtsextremisten und Antisemiten mit dem Tod bedroht wird, und zwar so ernsthaft, dass die Polizei Konzerte von ihm schützen musste (was Mauró natürlich nicht erwähnt), der stellt "Ansprüche". Schlimmer: Er verbreitet "Hass", wenn er sich wehrt. Levit sei schlicht undankbar gegenüber Deutschland, findet Mauró. Offenbar soll er schweigen und endlich Legato üben.

OPFER-TÄTER-UMKEHR

Man fasst es nicht: Mauró findet es offenbar ideologisch und verleumderisch, wenn sich ein Jude darüber aufregt, dass Juden in Deutschland mit dem Tod bedroht werden. Das ist nicht nur krass unsolidarisch, das ist übel. Da haben wir sie, die klassische Opfer-Täter-Umkehr: Dem Bedrohten wird auch noch die Aggression der Angreifer in die Schuhe geschoben. So unterirdisch kann "Musikkritik" sein.

Zur Transparenz:

Igor Levit tritt im BR-KLASSIK-Podcast "32 x Beethoven" auf. Bernhard Neuhoff ist verantwortlicher Redakteur dieses Podcasts und hat im Rahmen dieses Projekts eng mit Igor Levit zusammengearbeitet.

Update: Inzwischen gibt es von verschiedener Seite heftige Kritik am Artikel von Helmut Mauró. Die Süddeutsche Zeitung reagierte mit einer Stellungnahme. Lesen Sie hier mehr dazu.

Kommentare (106)

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Donnerstag, 22.Oktober, 10:34 Uhr

diehstein

Künstler vs Privatmensch?

Inwiefern darf man künstlerisches von privates trennen, vor allem wenn das Private der Öffentlichkeit preisgegeben wird. Bewusst oder nicht, absichtlich oder nicht. Die Problematik ist äußerst zwiespältig und besonders empfindlich schon immer gewesen, und in Deutschland nicht einmal seit den Folgen des Nationalsozialismus. Ist dann diese Trennung moralisch noch vertretbar, ist die Kunst dann nicht mehr eine Spiegelung der eigenen Persönlichkeit? Dann sollte ebenfalls erlaubt zu fragen sein, wie moralisch sei, des Opferstatus zur eigenen Profilierung zu bedienen. Dabei bleibt die Meinung eines Kritikers eben das, eine persönliche mehr oder weniger gut fundierte Meinung.

Donnerstag, 22.Oktober, 09:15 Uhr

Barbara - Flöte

Igor Levit, mein Lehrer

Von und mit Levit habe ich nur den Podcast 32 Beethoven-Sonaten gehört. Immer und ganz und ohne Nebentätigkeit: das war auch eine Lernstunde für Amteure: Hinhören, Einfühlen, Freude, Empfindung teilen, das vor allem! Es hat auch mein Üben als Non-Profi beeinflusst. Hat das schonmal ein Musiker gemacht? Was ist das bei Mauró? Neid im Namen seines Favoriten? Hat er das nötig? Er schreibt doch sonst ganz vernünftig. Was sagen seine Kollegen, z.B. Brembeck dazu? Der mit der "Kritik?" transportierte Antisemitismus - der wahrte Grund des Beitrags? - ist schockierend, macht mir tiefe Sorge.

Mittwoch, 21.Oktober, 13:38 Uhr

pianoede

Levit

Ich bin kein Fan von Igor Levit. Aber wie kann es sein, dass er just heute die höchsten Klasdikauszeichnungen in Großbritannien erhält, wenn er doch nur ein trickreicher Marketingagent ist und alles nur vortäuscht. Das fällt dem lang
zurückreichenden deutschen (musikalischen) Antisemitismus schon arg auf die Füße!

Mittwoch, 21.Oktober, 10:28 Uhr

Sandra Kreisler

Es war Antisemitismus

Sie haben völlig Recht, Herr Neuhoff, und die SZ hat eine lange Geschichte des Antisemitismus, 1949 gab es die erste Demonstration gegen den, wie man es damals nannte "Neuen Stürmer". Das liegt daran, dass, je mehr links man gerutscht ist, desto mehr hat man von der Russischen Propaganda gegen Israel gefressen. Die DDR war heftig antisemitisch, im Westen war es die Linke um die Spontibewegung von Herrn Kunzelmann und die Freunde der RAF, die bekanntlich die erste Nachkriegsselektion von Juden ausgeführt hat. Die SZ hat das nie aufgearbeitet und so finden sich immer wieder Artikel, in denen verklausulierter Judenhass zu lesen ist. Herr Levit wird musikalisch erst kritisiert, seit er sich offen gegen Antisemitismus und Antizionismus einsetzt. Davor war er Vorzeige-Jude wie Barenboim und Co.

Mittwoch, 21.Oktober, 10:16 Uhr

Musikliebhaberin

Künstler vs. Privatmensch als Zielscheibe der Krit

Ich stimme Ihrer Meinung, ein Künstler solle Ziel der Musikkritik sein, nicht zu. Zumal Privatmensch und Künstleridentität meist sehr verwoben sind. Ich halte den Beruf des Musikkritikers für überholt und nicht relevant. Ein subjektives Empfinden wird zur allumfassenden Wahrheit erhoben, was falsch und gefährlich ist und zur künstlerischen Landschaft auch nicht's beiträgt. Wieso muss ein Mensch, der sich auf der Bühne verletzlich zeigt, durch den Fleischwolf gedreht werden? Der Preis des Ruhms könnte man meinen. Man muss sich dem aber nicht anschließen. Es ist so leicht Kritik zu üben, abzuwerten und ein Urteil zu fällen. Allzu leicht... Und es führt (neben der Reproduktion durch Musikträger) zu immer austauschbareren Interpretationen, die möglichst wenig Angriffspunkte bieten, um möglicher Kritik auszuweichen... Es lebe der Unterschied in der Interpretation aber auch im Verstehen von Musik seitens der Rezipienten und darüber sollte sich ein Musikkritiker auch nicht wertend erheben.

Dienstag, 20.Oktober, 23:30 Uhr

Claudia Hoffmann

Igor Levit vs Mauro

Ok, ich mochte Musikkritiker noch nie. Ich bin Laie. Ich liebe klassiche Musik. Igor Levit habe ich zunächst in seinem Podcast zu den Beethovensonaten kennengelernt. Ja schon wieder so ein modernes Medium. Dort habe ich etwas über Musik aber vor allem über Liebe gehört. Da liebt jemand diese Sonaten. Das wollte ich verstehen. Dann habe ich die Sonaten gehört. Inzwischen liebe ich sie auch und ich verstehe. Dann kam Corona und die Hauskonzerte,. Da war Rettung und Nähe und Musik. Das abendliche Licht in diesen dunklen Tagen. Für ihn und für uns. Und dann kommt dieser Maurò und schreibt Herr Levit kann kein Legato.
Der hat doch NICHTS verstanden!
Über Antisemitismus und politische Verirrung will ich gar nicht sprechen hier.
Die ganze Diskussion lässt mich einigermaßen erschüttert zurück. Ich höre jetzt erst noch einmal den Podcast. und ich hoffe, dann verstehe ich wieder.

Dienstag, 20.Oktober, 16:50 Uhr

Martin Beck

Mauro vs. Neuhoff

Ja, der Artikel von Mauro ist - gelinde gesagt - ziemlich daneben und er hat sich dabei ziemlich vergaloppiert. Wenn man Levit musikalisch nicht gut findet - von mir aus. Seine Tweets nicht mögen - die Meinung steht im zu. Beides miteinander zu vermischen – besser nicht. Aber was hat Trifonov da zu suchen, v.a. in der plumpen Art?
ABER die Neuhoff-Erwiderung ist auch nicht besser. Da wird allgemeine Kritik umgedeutet und behauptet, sie würde sich ganz allein auf die Person Levit beziehen. Das ist unredlich und hinterhältig.
Der eine Schreiberling profiliert sich mit seltsamem Bashing, der andere mit unehrlicher Empörung und somit auch Bashing. Beides unwürdig.

Dienstag, 20.Oktober, 14:37 Uhr

Anonym

@ Gisela Ott

Wenn Sätze schon mit "Er als Jude..." anfangen wird's nicht gut!

Er muss erst mal gar nichts wissen und auch nicht unbedingt gläubig sein. "Widerwärtige Partei" im Zusammenhang mit der AfD würden viele Menschen unterschreiben.

Ein Verhalten, auch wenn es kritikwürdiges Verhalten ist, damit zu begründen oder zu unterstreichen, dass jemand jüdischer Abstammung ist, ist antisemitisch. Ihr Kommentar ist also antisemitisch.
Ich respektiere Ihre Gläubigkeit aber sie können sie nicht jedem Menschen aufzwingen. Was ein Mensch darf entscheiden sie also nicht sie für alle Menschen. Ob es eine "Sünde" ist eine menschenverachtende Partei als solche darzustellen und öffentlich anzuprangern, auch mit herben Sprachgebrauch, lasse ich mal dahingestellt.

Dienstag, 20.Oktober, 14:21 Uhr

Peter von Ort

Musikalisch nicht herausragend

Ich halte Levitt für allenfalls durchschnittlich begabt. Sein Sujet ist m.E. nicht anspruchsvoller als das eines Andre Rieu. Freilich weiß er sich am Flügel in Szene zu setzen. Ein Showman. Ich - aber das ist natürlich meine ganz persönliche Geschmackseinschätzung - halte ihn ehrlich gesagt für einen ausgesprochenen Klimperer.

Dienstag, 20.Oktober, 10:29 Uhr

Gisela Ott

Das ist nicht mehr nur politisch

"Mit einer sprachlichen Entgleisung macht sich der viel gelobte Pianist nun allerdings angreifbar. Als Schnellschuss-Reaktion auf den Fernsehauftritt eines führenden AfD-Mitglieds, bei dem der Politiker Vorwürfe einer angeblichen Vergewaltigung durch Asylbewerber im Munde führte, beschimpfte Levit den Mann via Twitter als „widerwärtigen Drecksack“ und als „Mitglied der widerwärtigen Partei AfD“. Mit der Aussage, Mitglieder dieser Partei seien „Menschen, die ihr Menschsein verwirkt“ hätten, überschreitet er eine Grenze."

Ich schätze Herrn Levit als Musiker sehr. Aber was er in o. g. Zitat anlässlich eines Interviews im 2015 von sich gegeben hat, überschreitet eindeutig eine Grenze. Er als Jude müsste eigentlich wissen, dass das Gotteslästerung ist. Nur Gott der Schöpfer selbst entscheidet, wer sein Menschsein verwirkt hat und wer nicht. Auf keinen Fall ein Mensch, sein Geschöpf. Das ist Hochmut und Stolz. Denen wiedersteht Gott. Das ist Sünde.

Montag, 19.Oktober, 20:21 Uhr

Fritz Wert

Unwort des Jahres (3)

4) Das Impliziteste an der unsäglichen Unwortbastelei des Antisemitismus im Schafspelz der Musikrezension transportierenden Möchtegern-Connaisseurs ist der Subtext: "Und das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Wo's doch wahr ist. Und wo man jetzt doch eh schon alles wieder sagen darf..."

Viel gefährlicher als der plumpe und offene Antisemitismus ist der verklausulierte und verdruckste, der auf leisen Sohlen angeschlichen kommt und den man kaum wahrnimmt, wenn man nicht höllisch aufpasst. Der nistet sich im Unbewussten des unbedarften Lesers ein und schlägt Wurzeln im Langzeitgedächtnis. Irgendwann fühlt man sich dann tatsächlich als "Opfer der Ideologie, welche Ansprüche aus der (angemaßten) Opferrolle ableitet".

So hat es Mauró formuliert und so auch intendiert. Und somit hat er sich als Autor endgültig disqualifiziert und sein Blatt gleich mit.
Dieter Hanitzsch wurde gefeuert wegen seiner klischeetriefenden Anti-Netanjahu-Karikatur. In diesem Fall wär's um einiges dringlicher!

Montag, 19.Oktober, 20:13 Uhr

Alex Rieger

Lasst uns doch, bitte, in Frieden

Wir (Juden) essen durch den Mund. Wir sehen mit unsere Augen. Wir mögen unsere Hunde weil sie unsere Hunde sind. Wir trinken den Wein den wir mögen. Wir sind ganz normale Kreaturen. Lassen Sie uns doch, bitte, einfach in Frieden! Wir sind keine Affen im Zoo! Wir sind nicht auf dieser Welt um Ihre Probleme mit uns zu lösen (unsere mit unseren reicht uns...). Igor Levitt (meine Glaubensbruder) betrachte ich nur durch eine Linse: Unsere gemeinsame Liebe zur Musik. Ansonsten interessiert mich Igor wenig (habe keine Töchter für eine gute Heirat mehr...). Beginnt doch, bitte, normale Menschen zu sein!

Montag, 19.Oktober, 20:04 Uhr

Fritz Wert

Unwort des Jahres

Musikkritik ist überflüssig wie ein Kropf; das wurde hier bereits rausgearbeitet. Wer ein Opus Magnum kennenlernen will, der hört es sich an, führt es sich zu Gemüte, entweder live oder in der High-End-Anlage auf dem Balkon, seine Nachbarn verstörend.
Kein Mensch käme auf die Idee, eine Musikkritik zu lesen, um zu erfahren, ob er sich auf ein Werk oder einen Interpreten einzulassen - es sei denn, er hat null eigene Urteilskraft.
Musik ist ja wie eine Massage - ob sie gut tut, weiß man erst hinterher bzw. währenddessen, denn Musik existiert nur in der Gegenwart, ihre Nachwirkung erfolgt unbewusst (etwa bei bach, der das Hirn aufräumt.) Ist man des opulenten Musikgenusses teilhaftig geworden und sagt sich: "Verdammt, das hat's getroffen!" - dann braucht man keine "Besprechung" mehr.

Montag, 19.Oktober, 18:44 Uhr

Klaus Weiß

Kritik an Mazros Artikel in der SZ

Ich habe die SZ bisher für eine seriöse Zeitung gehalten und war mit ihren kulturellen Beiträgen meistens einverstanden. Mir ist unverständlich, dass die SZ den Artikel ihres Musikkritikers Mauro "Levit ist müde" veröffentlicht. Oft wird Künstlern vorgeworfen, sich politisch nicht zu engagieren. Das politische Engagement Levits ist meiner Meinung nach hoch einzuschätzen- gerade in der heutigen Zeit, wo sich der Hass auf Juden wieder verstärkt bei manchen Zeitgenossen bemerkbar macht. Banal finde ich die Kritik an Levits Haltung beim Klavierspiel. Ist ihm Lang Langs süffisantes und nach Beifall heischendes unnatürliche Lächeln lieber? Und: Beethovens Sonaten vertragen ein dezentes Pedalspiel wohl mehr als zu viel davon.Für mich ist die SZ, die einen Musikitiker wie Mauro zu Worte kommen lässt,nicht mehr lesbar. Es gibt Gott sei Dank Alternativen.

Montag, 19.Oktober, 16:11 Uhr

Andreas Behrens

Zu viel des Guten ist wundervoll

Bei W?adziu Valentino Liberace hätte es SOWAS nicht gegeben!

Montag, 19.Oktober, 15:57 Uhr

Andreas Behrens

Man wird doch wohl noch...

Wer entrüstet sich als Nächster über die Entrüstung eines Entrüsteteten?

Montag, 19.Oktober, 14:46 Uhr

Nici

Lupenreiner Hassprediger

Warum verschweigen Sie die menschenverachtende Äußerung Levits, AfD-Mitglieder seien "Menschen, die ihr Menschsein verwirkt haben" und tun so, als ginge es nur ganz allgemein um Twitter-Aktivitäten? Wer noch nie von den Hassparolen des Herrn Levit gehört hat, bekommt so natürlich einen falschen Eindruck. Levit stellt sich außerhalb der Menschenrechtscharta und des Grundgesetzes, dessen 1. Artikel lautet: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." Ein Skandal, dass der BP solchen Hass mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt, und ein Skandal, dass der BR solche Hassprediger verteidigt.

Montag, 19.Oktober, 13:13 Uhr

Dr. Wilhelm Kappert

Warum gibt es überhaupt noch Musikkritiker?

Verzeihen Sie, dass ich mich als Naturwissenschaftler einmische, aber ich wunder mich halt, dass es so etwas belangloses wie eine Musikkritik in eine Zeitung oder eine Diskussionsrunde schaft.

Anbei ein Zitat von Georg Kreisler, der alles auf den Punkt bringt:

"Heute findet jede Zeitung
Größere Verbreitung durch Musikkritiker,
Und so hab auch ich die Ehre
Und mach jetzt Karriere als Musikkritiker.
Ich hab zwar ka Ahnung, was Musik ist,
Denn ich bin beruflich Pharmazeut,
Aber ich weiß sehr gut, was Kritik ist:
Je schlechter, um so mehr freun sich die Leut.
Es gehört zu meinen Pflichten,
Schönes zu vernichten als Musikkritiker,
Sollt ich etwas Schönes finden,
Muß ich's unterbinden als Musikkritiker.
Mich kann auch kein Künstler überlisten,
Da ich ja nicht verstehe, was er tut.
Drum sag ich von jedem Komponisten:
Erst nachdem er tot ist, ist er gut!
Ja, endlich hab ich einen Posten,
Und die Zeitung läßt es sich was kosten.
...."

Montag, 19.Oktober, 13:12 Uhr

Brauckmann

Wer ist schon Mauró?

Das waren noch Zeiten als Leute wie Joachim Kaiser bei der SZ schrieben. Lang Lang (das kleine Wortspiel muss jetzt sein) ist es her.

Montag, 19.Oktober, 13:11 Uhr

Thomas Bleisteiner

SZ Verstört LeserInnen

Vorweg: Ich bin kein BR Klassik Hörer und habe im Sinner der Kunst keine besondere Affinität zu klassischer Musik. Igor Levit ist mir erst durch seine Wohnzimmerkonzerte während des Lockdowns bekannt geworden.
Auch die Kritik Herrn Mauros ist mit zufällig auf dem Tisch der Kaffeeküche in der Arbeit entgegengeflattert.
Erst las ich eher indifferent und ohne große Aufmerksamkeit die ersten Zeilen, doch die in exponetieller Steigerung sich sogleich aufbauende Hetztirade dieses sog. Kritikers lies mir den Kaffee in der Tasse gefrieren. Ich glaubte zunächst eine Polemik zu lesen und hoffte deren wahre Botschaft würde am Ende des Textes klar werden. Aber: nichts! Ein ätzender antisemitischer und zudem völlig sinnfreier Angriff auf die Person Igor Levits.

Montag, 19.Oktober, 13:05 Uhr

Prof. Dr. Hans Sommer

Antinomie der Kritik

Maurò stößt sich nicht an Levits Internetruhm, sondern daran, dass dieser Ruhm s. E. nach mehr zu seiner Karriere beiträgt als sein eigentliches musikalisches Können, und dazu auch noch darauf beruht, immer wieder auch andere an den Pranger zu stellen ("Menschen, die ihr Menschsein verwirkt" haben).
Nun zu Neuhoff. Ob Levits Ruhm tatsächlich darauf beruht, darüber kann man streiten. Doch streitet Neuhoff darüber? Widerlegt Neuhoff diesen zentralen Punkt von Mauròs Kritik? Nein. So bleibt die Frage im Raum, worauf nun Levits Ruhm mehr beruhe, auf seinem musikalischem talent oder auf seiner politischen Twitterfreudigkeit.

Montag, 19.Oktober, 13:03 Uhr

Adelheid Fischer

So unterirdisch kann "Musikkritik" sein

Danke, Herr Neuhoff, für Ihr Engagement. - Sie fanden die richtigen Worte ...

Montag, 19.Oktober, 12:56 Uhr

tunichtgut

jawoll! richtig gekonntert!

ja genau das ist die Unsitte, die mir auch sauer aufstößt! Um den Leser bei Laune zu halten, reicht es heute nicht mehr, nur sich auf die Musik zu konzentrieren. Man bemüht immer alle Seitenarme so eines Künstlers. Egal, wer heute irgendetwas nach aussen stellt, sofort wird ein verbaler Mähdrescher angeworfen, ihn um den Teil des Kopfes zu kürzen, den ihn dem gemeinen Volk möglichst ähnlich macht! Er darf als Vorbild den Kopf (kurz) anheben, wehe er verlässt diesen Pfad! Hat eine unbqueme Meinung, oder kritisert selbst ? Dann folgt sofort die Anwendung der Gleichmacherpolitik! Wer ist er überhaupt? Was nimmt er sich heraus? etc. In Zukunft muss man wirklich mehr dagegen setzen, um diese Unmoral nicht unkommentiert stehen zu lassen! Gerade Medien sollten sich mehr und mehr darauf konzentrieren, die Sache von der Person zu trennen oder es zumindest kenntlich zu machen! Sonst bleibt ein Artikel auch nur so ein miserabel recherchierter Meinungskommentar eines Laien No Name Posters!

Montag, 19.Oktober, 11:55 Uhr

Kramer

Mauro hat recht.

Zitat von Andreas: "Letzten Endes sind seine Pauschalaussagen über Deutschland und sein Volk mindestens so rassistisch wie der Rassismus, den er anklagt."
Zitat von Gal: "Es wäre denkbar, dass ein jüdischer Pianist seine Identität dazu missbraucht, in musikalischer Hinsicht größer wirken zu wollen, als er tatsächlich ist.
Mit beiden Zitate bin ich einverstanden, obwohl ich nicht antisemitisch bin.

Montag, 19.Oktober, 11:37 Uhr

Dr. Leopold Winter

Verdanken....

...bedeutet, jemandem etwas mit einem Gefühl der Dankbarkeit zuschreiben.
Seit wann kann "Resonanz" ein Gefühl der Dankbarkeit entwickeln?
Wenn Sie eine so scharfe Erwiderung schreiben, dann bitte sprachlich korrekt.

Montag, 19.Oktober, 11:27 Uhr

Brigitte Busch

Kritik Hekmut Maurós

Hekmut Maurós "Kritik" stellt keine Kritik dar , sondern ist eine unverschämte und unglaubliche und nicht hinnehmbare Verunglimpfung. Ich bewunere Igor Levit über alle Maßen. Due Süddeutsche Zeitung kann ich nun nicht mehr lesen.

Montag, 19.Oktober, 11:04 Uhr

Gustav Faschung

Musikkritik

Musik ist eine Geschmackssache, vondaher sind Musik wie auch Literatur und Theaterkritiker überflüssig. John Lennon wußte warum er sich die Rezesion von Strwaberry Fields Forever, in die Toilette hängte.

Montag, 19.Oktober, 10:33 Uhr

Fiete Pedersen

"...keine Meinungsfreiheit zum Nulltarif" (Merkel)

Lustig ist es immer wieder, wenn bei solchen Auseinandersetzungen, Hinz und Kunz in den Kommentarspalten ihre deutschen Krämerseelen zur Schau stellen und lauthals Maßnahmen gegen den am Pranger stehenden Übeltäter fordern, hier wohl einen Kritiker namens Mauro, der es geschafft hatte, in der SZ einen vom Journo-Mainstream abweichenden Meinungsbeitrag zu veröffentlichen. Da fordern sie also nun implizit eine Säuberung der Redaktionsstube, vielleicht gar ein Berufsverbot für den Musikkritiker, wer weiß das bei diesen Schreihälsen schon? Oder besser gleich in Schutzhaft nehmen, den Mann, um ihn vor dem Volkszorn zu schützen? Und so machen sich Hinz und Kunz immer mehr mit jenen gemein, die sie am schärfsten kritisieren.

Montag, 19.Oktober, 10:13 Uhr

Oliver H. Ohly

Igor Levit

Lieber Herr Neuhoff,
Levit und Trifonov haben schon eine größere Schnittmenge an Repertoire: Und die heißt Beethoven, Ludwig van! Den spielen beide, und noch besser als beide spielte ihn einst der große Emil Gilels. Aber das ist meine (erhebliche) persönliche Meinung.
Was der SZ-Kritikaster da so absondert, ist ziemlich unerheblich. Jede Wette, dass er sich schon beim Flowalzer auf dem Barpiano verhaut! Aber dann große Sprüche klopfen und das Legato verreißen, was für ein Blödsinn!
Levits Gesamteinspielung des "Neuen Testaments" ist wichtig. Sie mag nicht jedem gefallen, auch gewisser klangtechnischer Effekte (Emphase des Halls) seitens Sony-Records wegen. Aber sie ist ein Referenzpunkt.
Und dass Levit twittert und politisch kommuniziert, ist wundervoll, denn da kann man doch tatsächlich mit ihm in Dialog treten. Das unterscheidet ihn schon mal von der SZ und deren "Autoren", die ihre Elaborate nicht mal mehr der Kommentierung durch die Leser auszusetzen wagen wie einstmals.

Montag, 19.Oktober, 10:05 Uhr

Wolfgang R.

Neutralität, das wäre mal was

Ich habe nie vestanden, warum "Künstler", Sportler etc. sich immer wieder vor den Karren der Politik und des Zeitgeists spannen lassen.

Alle wollen sie aus "1939" gelernt haben. Doch damals wie heute zeigen die Akteure lediglich, dass es seit Anbeginn der Zeiten stets ein Leichtes war und ist, sich FÜR die aktuelle Herrschaftsform auszusprechen. Dies öffentlichkeitswirksam zu tun, garantiert risikofreies mediales Schulterklopfen - und ist ggfs. sogar verkaufsfördernd, während der echte Kritiker seine mediale und gesellschaftliche Exekution riskiert. Aufgrund dieser Ungleichheit hatten es "Günstlinge" des Systems zu allen Zeiten leichter als die Kritiker.

Würden sich doch die Kirchen um die Gläubigen, die Sportler um ihren Sport und die Künstler um ihre Kunst kümmern und sich aus der Tagenspolitik raushalten. Bei wegfallenden Fürsprechern müsste sich eine Regierung ihre Zustimmung viel härter verdienen. Aber das wird wohl ein Traum bleiben.

Montag, 19.Oktober, 09:50 Uhr

Wolfgang R.

Einseitige Kritik

Nachdem ich zunächst diese Erwiderung und erst danach den auslösenden SZ-Kommentar gelesen habe, komme ich nicht umhin, Herrn Becker vo. 18.10. 22:47 Uhr beizufplichten.

Der werte Herr Levit darf meinen, was er will. Seine "Gegner"/Kritiker übrigens auch. Wer aber AfD-Mitgliedern pauschal das Menschsein absprechen will, betreibt Menschenverachtung erster Güte und darf sich kaum als moralische Instanz aufspielen, geschweige denn beschweren, wenn solche Äußerungen zu einem Bumerang werden.

Nach der gleichen Logik dürften AfD-Mitglieder dann ja auch grob gegen jeden Kritiker wettern, schließlich wird mit ihnen ja auch nicht gerade fair umgegangen. Da fehlt einfach der gegenseitige Respekt.

Montag, 19.Oktober, 09:42 Uhr

Herbert Beckmann

Verkappter Faschismus?

Es mutet schon etwas absurd an, wenn Opfer als Täter beschuldigt werden.
Da schießt deutlich jemand über das Ziel hinaus und konstruiert selbst ein Paradox.
Ein unpolitischer Künstler ist eher Dekoware, oder?
Vielleicht ist Herrn Maurós Kunstbergriff etwas eingerostet und bedauernswerterweise aus den bourgeoisen Vorstellungen des vorletzten Jahrhunderts genährt, als nur, was gefiel, sich mehr an können, als an künden orientierte und sich brav den Ansprüchen anbiederte, die die Konsumenten für ihre geistige Wellness anmeldeten, von künstlerischem Wert sei und der Interpret ein Werzeug ohne Vorstellung……
Ja und AfD Wähler irren tatsächlich, wenn sie glauben, sie würden etwas zur Menschlichkeit beitragen in dieser Welt, da greift nichts zu kurz. Antsemitismus und Menschenvrachtung in jeder Form muss klar abgelehnt und kommuniziert werden, zumal offensichtlich immer noch lebhaft in den Köpfen von Allmachtsfantasten exisitierend.

Montag, 19.Oktober, 09:41 Uhr

Sabine

nichts wirklich Neues

Herrn Maurós Karriere hat es bislang noch nie geschadet, wenn er seine subjektiven Abneigungen und Befindlichkeiten als künstlerisches Urteil verkauft; das scheint ihm Teil des Berufsbildes zu sein. Sogar haarsträubend falsche Sachbehauptungen konnte er sich leisten, wenn´s nur der guten Sache (=wie Kunst gefälligst zu sein habe) dient... Da wird er jetzt nicht verstehen, dass er sich pötzlich um sachliche Redlichheit bemühen soll (was das denn???)
P.S.:Dass man Herrn Levitt vielleicht nicht in allen Äußerungen voll zustimmen mag, ist geschenkt.

Montag, 19.Oktober, 09:13 Uhr

Antje Schmitz

So unterirdisch...

Danke!!!

Montag, 19.Oktober, 08:55 Uhr

L. Peterhoff

"Mensch sein"

Man möge sich bitte das Interview im Schweizer Fernsehen ansehen, in dem der Pianist den Holocaust mit häuslicher Gewalt (und sonst noch allerlei) gleichsetzt, mindestens relativiert mit “ja, aber ich bin nicht in diesen Zeiten groß geworden…”.

Nach kurzer Überlegung fällt ihm dann offenbar auf, was er da Wirres erzählt und behauptet “Das ist keine Relativierung”. Hm.

Dieser Pianist spricht später offenbar davon, Menschen hätten ihr "Mensch sein" verwirkt. Was meint er denn damit? Welcher (niedrigeren?) Kategorie gehören diese Nicht-Menschen seiner Meinung nach sodann an?

Das übrige Interview ist zudem gespickt von Andeutungen und Unschärfen. Da fühlt sich einer offenbar überlegen, überlegt aber nicht bevor er redet.

Hier der Link, ab Minute 50.

https://www.srf.ch/kultur/musik/pianist-und-aktivist-igor-levit-hat-eine-mission-als-kuenstler-und-als-buerger

Montag, 19.Oktober, 08:52 Uhr

M.Schmidt

Danke für diesen Beitrag

Erstaunlich guter Kommentar. Und ein wichtiger Beitrag zur Erklärung und Darstellung der Systematik von Neid- und Hass-Kultur

Montag, 19.Oktober, 08:46 Uhr

Johannes

Trennung

Es ist schon kurios dass einige es nach wie vor nicht schaffen Kunst und Privatperson voneinander zu trennen. Jedenfalls solange, wie in den meisten Fällen und auch in diesem, die private Meinung zu diesem und jenem von der Kunst getrennt ist.
Und es für manche nichtmal grundsätzlich die Frage ist sondern sie mal so, mal so entscheiden. Je nachdem welche politische Haltung bzw. private Aktivität dem Künstler (w/m/d) vorgeworfen wird.

Ebenfalls bemerkenswert ist wie viele diesen Vorfall nutzen um Ihre grundsätzliche Aversionen gegenüber Kritikern rauszuhauen. Oder um es in gleicher Münze zurückzuzahlen: Wieviel gescheiterte Künstler diese Gelegenheit nutzen über Vorurteile über Kritiker rauszuhauen.

Montag, 19.Oktober, 01:55 Uhr

Stevie Huppenbauer

Igor Levit-SZ-Musikkritik

"Die Arbeit des Kritikers ist in vieler Hinsicht eine leichte. Wir riskieren sehr wenig und erfreuen uns dennoch einer Überlegenheit gegenüber jenen, die ihr Werk und sich selbst unserem Urteil überantworten."

Anton Ego's Eröffnungssatz seiner Restaurantkritik aus dem Film Ratatouille (2007)

ich finde, das trifft es ganz gut

Sonntag, 18.Oktober, 22:47 Uhr

K. Becker

Persönliches Ressentiment oder Mut zur Wahrheit?

Ohne die Musik selbst beurteilen zu können (mit der ich nicht vertraut bin), aber mit seiner Analyse trifft Herr Mauró einen wichtigen Punkt.
Wenn Herr Levit sagt, als AfD-Wähler habe man sein Menschsein verwirkt, ist das in hohem Maße angreifbar. Umso mehr, als es symptomatisch für einen spalterischen Zeitgeist ist, der nicht die Verständigung mit den sogenannten Feinden der Demokratie sucht, sondern die Konfrontation. Die Kritik daran ist nicht nur berechtigt, sondern notwendig. Ein "opfermoralisch begründetes Recht auf Hass und Verleumdung" sind natürlich starke Worte, beschreibt aber ein strukturelles Problem, das viele (bewusst?) zu ignorieren scheinen. Maurós Kritik als Täter-Opfer-Umkehr abzutun, greift zu kurz.
Natürlich steht es jedem zu, eine Gegenposition dazu einzunehmen, wer dabei allerdings persönlich wird, stellt sich auf die gleiche Stufe mit dem Kritisierten.

Sonntag, 18.Oktober, 21:53 Uhr

Dr. Fährenkemper

Igor Levit

Ein Kritiker ist ein Mann, der in der Literatur und in den Künsten bankrott gemacht hat.

Benjamin Disraeli (1804 - 1881), seit 1876 Earl of Beaconsfield, britischer konservativer Staatsmann und Schriftsteller

das fiel mir spontan ein...

Sonntag, 18.Oktober, 21:38 Uhr

Dr. Thomas-Walter Bauer

Danke!

Hallo Herr Neuhoff, ganz herzlichen Dank für Ihre "Erwiderung". Pressefreiheit ist was tolles, gerade in einer "Kritik", aber bitte immer in den Grenzen des "guten Geschmacks"! Helmut Maurós Text ist nicht nur "unterirdisch", sondern extrem befremdlich, ja geschmacklos!

Sonntag, 18.Oktober, 20:34 Uhr

Robert

Musikkritik und Politik

100 Menschen - 85 Kritiker, 10 Absichtserklärer, 5 Menschen der Tat. Diese Binsenweisheit läßt den Beruf des Kritikers per se in einem gewissewn Licht erscheinen. Ohne sachliche Kritik ist auf Dauer jedoch keine Entwicklung möglich. Dieses Argument verliert aber an Zugkraft, wenn Befindlichkeiten und persönliche Vorlieben der Kritik-Übenden den Vorrang gewinnen. Wenn dann noch ein Kritiker Kritik übt, der ab initio ein Gegner des Ausführenden ist, wird das ganze Konzept endgültig ad absurdum geführt. Technische Metapher: Einen erklärten Motrorradgegner ein neues Modell bewerten zu lassen, ist sinnlos.

Zusammenhang: Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist der Kritiker der SZ bekannt dafür, das Spiel des Ausführenden nicht zu mögen. Die Entgleisung in politische Polemik ist damit folgerichtig. Zur obigen Metapher: Das Modell ist irrelevant. Die persönliche Befindlichkeit des Kritikers ist dominant. Wir lernen also nichts über Levits Spiel, nur über Mauros Ansichtenwelt.

Sonntag, 18.Oktober, 20:26 Uhr

Hans Detlef Konnertz

Igor Levit

Ich bewundere Igor Levit außerordentlich.

Sonntag, 18.Oktober, 20:03 Uhr

Dietrich GABS

Ihre Sendungen mit dem erwähnten Pianisten

Für einen Pianisten lehnt er sich vielleicht etwas zu weit aus dem Fenster, wennglichich meine, gerade ein Künstler sollte auch seine politischen Standpunktevertreten. Aber Levit haut etwas zu stark auf die Pauke.
Seine Serie die 32 Klaviersonaten Betthovens: Etwas zu viel Geschwafel. Vieles wurde nicht behandelt, wie etwa der merwürdige 2. Satz in der cis-Moll-Sonate: ein typischer Ländler, der 3/4 Takt und auch der Ausdruckscharaktersprechen dafür. Seltsam, nach zwei ziemlich "dunklen" Sätzen - das ist nur ein Beispiel. Ich habe mir neueAspekte erhofft. Ich möchte Herrn Levit als Pianisten nicht beurteilen, das wäre subjektiv, aber von Selstmarketing versteht er etwas.
Dietrich GABS, Herrsching am Ammersee

Sonntag, 18.Oktober, 19:51 Uhr

Aron Gal

Kritik

Bitte die Musik einblenden, sonst kann man wenig dazu sagen, ob der Verriss wenigstens musikalische Gründe haben kann. Ansonsten. Es wäre denkbar, dass ein jüdischer Pianist seine Identität dazu missbraucht, in musikalischer Hinsicht größer wirken zu wollen, als er tatsächlich ist. Kann man aus dem Bericht aber nicht herausdeuten. Das sind aber die Fragen , die sich stellen.

Sonntag, 18.Oktober, 19:19 Uhr

Andreas

Mauro hat nicht unrecht...

...denn immerhin ist Levit ein öffentlicher Akteur. Primär Pianist aber seine Twitteraktivität scheint nicht unwesentlich mit seiner Bekanntheit in Verbindung zu stehen. Wenn Levit selbst diese Verbindung Musik zu Twitter schlägt, dann kann über beides ohne Problem geredet werden, über den twitternden Pianisten, sozusagen.
Da Twitter in seiner Eigenschaft als Kurzmeldedienst immer subjektiv ist, sind Meinung darüber höchst gespalten.
Letzten Endes sind seine Pauschalaussagen über Deutschland und sein Volk mindestens so rassistisch wie der Rassismus, den er anklagt. Das ist überhaupt ein Problem der aggressiven Linken, die immer rassistischer wird, ohne es selst zu sehen oder sehen zu wollen.

Sonntag, 18.Oktober, 19:13 Uhr

Ulrike S.

Täter-Opfer-Umkehr im Falle von Igor Levitt

Der Artikel von Mauro in der Süddeutschen Zeitung ist unsäglich. Die Replik der SZ beschämend. Schön, dass die Leitung der SZ nichts gegen Juden zu haben angibt. Muss so etwas eigens erwähnt werden? Die Opfer von Diskriminierung werden zu Schuldigen an dem an ihnen begangenen Unrecht gemacht. Zum Kommentator M.S. Igor Levit spricht nie vom deutschen Volk als kollektiv Schuldigem. Im übrigen ist er Deutscher.
"Sie haben uns alles verziehen, was sie uns angetan haben." sagt Wolf Biermann.
Und das Zitat Adornos, das auch anderen zugeschrieben wird, ist leider auch wahr. Die Deutschen können den Juden den Holocaust nie verzeihen.
Im übrigen setzt sich Igor Levit für Menschenrechte ein, entsetzt sich über die Schamlosigkeit, es normal zu finden, Flüchtlinge die im Mittelmeer in Seenot geraten geraten, ertrinken zu lassen.
Wer Humanität nur für eine bestimmte Gruppe von Menschen gelten lässt, kann einen Igor Levit natürlich nur beschimpfen

Sonntag, 18.Oktober, 19:12 Uhr

Erik Familienname

Schmutz

Was ist falsch mit diesem Mauró? Man darf sich als Jude nicht gegen Gewalr gegen Juden aufregen? Ich hab grad die Stellungnahme der Süddeutschen Zeitung gelesen und die haben sich nicht mal entschuldigt. Ich werde allen Bekannten erzählen das die SZ unehrenhaft ist.

Sonntag, 18.Oktober, 19:02 Uhr

constance

Mauro

Herrlich , mein Beitrag wird readktionell geprüft, bevor er online geht.
Das ist wohl mit der Kritik von Herrn Mauro nicht passiert.
Oder doch?
Da wird mir dann richtig schlecht.
Der Fisch fängt am Kopf an schleccht zu riechen.

Sonntag, 18.Oktober, 18:59 Uhr

constance

Mauro

Der Kritiker als solcher kommt wohl häufig auch aus der Neidecke.
Etwas zu be- oder verurteilen, zu dem er selbst nicht in der Lage ist, das darf
Jeder?
Darf ein Kritiker auf einem Menschen herumtrampeln?
Wer veröffentlicht so etwas?
Wo bleiben Anstand und Respekt ?
Er schreib für Alle und Jeden, hat viel studiert.
Was hat es genutzt?
Schau man sich die Fotos von ihm an.....
Soll er sich um sich selbst kümmern um heraus zu finden , wo sein Problem ist.
Kritik ist keine Leistung, sie nutzt die Leistung des Anderen , sich zu profilieren.
Als Frage- ok.
Als Urteil - nur eine Aussage des Urteilenden über sich selbst

Sonntag, 18.Oktober, 18:58 Uhr

S.T.

Zu: So unterirdisch kann Musikkritik sein

Wenn man Fussballer interviewt, lieben das vermutlich ihre Fans. Eher wenig Beteiligte sind dann oft eher erstaunt über die Unbeholfenheit und Unerheblichkeit der Wortmeldungen. Kein Problem: der Job der Fussballer ist, gut Fussball zu spielen. Ähnlich verhält es sich bei Musikern. Herr Levit ist Klavierspieler und er macht seinen Job nicht schlecht. (Meiner persönlichen Meinung nach aber auch nicht so gut, wie die publicity, die ihm zuteil wird, vermuten lassen könnte. Aber ok, das ist meine Meinung). Was mir allerdings auch schon aufgestossen ist, ist Herrn Levit beispielsweise bei Maybrit Illner mit komplett überflüssigen Redebeiträgen vorzufinden. Und eben nicht nur dort. Da scheint sich einer mit aller Macht in die Medien drängeln zu müssen, auch wenn er, ausser seinem Klavierspiel, wenig Wesentliches beizutragen hat. Den Vergleich mit Paris Hilton finde ich auf diese Ebene bezogen, gar nicht so abwegig. Obwohl das eher eine Thema der Medienkritik und nicht der Musikkritik wäre.

Sonntag, 18.Oktober, 18:56 Uhr

Werner Siebeck

Igor Levit -SZ

Gratulation BR

Als SZ-Leser war ich entsetzt. Als B4-Klassik - Hörer erleichtert. Erleichtert, dass der von mir sehr geschätzte Herr Neuhoff schnell, entschieden und in der Sache klar und deutlich reagiert und argumentiert hat. Gratulation BR! Und ungläubiges Kopfschütteln über die SZ.
Werner Siebeck

Sonntag, 18.Oktober, 18:55 Uhr

Peter Schiessl

ein seltsamer Artikel in der Süddeutschen

nun, politische Meinungen sind das eine, Musikbegabung das andere, wie soll man aber einem Kritiker, dem so überaus die politische Meinung des Künstlers missfällt noch Glauben auf ein sachliches musikkritisches Urteil schenken können? Dass hätte Herr Mauro selbst sehen müssen, und sich selbst als zu befangen einstufen müssen, um auch nur ein Wort einer Musikkritik in diesem Stil zu verfassen. Andernfalls ist es nur ein politisches Statement und als Musikkritiker hatt sich Herr Mauro selbst disqualifiziert.

Sonntag, 18.Oktober, 18:52 Uhr

Gisela Schnoy-Walther

Igor Levit

Den Artikel will ich nicht lesen, mit 32 x Beethoven hat Igor Levit ein Zeugnis, nicht nur seines Könnens, sondern auch einen Wesenseinblick gegeben, da gibt es sicher viele Neider.
Ich verneige mich vor Igor Levit
Gisela Schnoy-Walther

Sonntag, 18.Oktober, 18:48 Uhr

Kayser

Levit ist müde

..und das hatteich Hr Mauró geantwortet:
Herr Mauró,

Ihre Kritik über Levits Klavierspiel drückt Ihr persönliches Empfinden aus ( na ja: was sonst!) und ist vielleicht mal ganz erfrischend: ein Kontrapunkt zu dem sonstigen Hype um Igor Levit.

Sehr einseitig, und damit unvollständig, scheint mir jedoch Ihre, leicht süffisant? , vorgetragene Kritik an seinen tagespolitischen Äußerungen: Sie schreiben:....es ist ihr gutes Recht an Partizipation..... Wir sollten dankbar sein, wenn Künstler, die einen großen Bekanntheitsgrad haben, sich nicht nur in Interviews auf ihre Kunst beschränken ( .....ich habe keine Meinung, spiele nur Klavier/Flöte/Fussball/Theater...), sondern sich als Bürger dieses Landes äußern. Ich verweise auf die vielen Kommentare Ihrer Zunft, die sich über diese Scheuklappen-Mentalität "lustig" gemacht haben.

Warum setzen Künstler, die sich außerhalb ihrer Kunst engagieren, Ihren"Ruf als Künstler..aufs Spiel" ?

Geschmacklos empfinde ich Ihren Vergleich mit Paris Hilto

Sonntag, 18.Oktober, 18:42 Uhr

Jeramy

Musiker dürfen sich nicht politisch äußern?

Seit jeher steht es Musikern (wie auch Schriftstellern, Malern oder jedem anderen Künstler) zu, sich auch politisch zu äußern. Man muss die Meinung eines Künstlers nicht teilen, aber ihn aufgrund seiner Meinung zu diffamieren offenbart Charakterschwäche und die Unfähigkeit zu sachlichem Diskurs. Seine Aussagen mit sachlichen Argumenten zu widerlegen wäre weniger polemisch.

Sonntag, 18.Oktober, 18:38 Uhr

Monika Küpper

"Musikkritik"

Vielen Dank für Ihre Klarheit, Herr Neuhoff.
Die Auszeichnungen sollten nicht aufhören: Für die Tröstlichkeit seines Spiel in Zeiten der Verwirrung, die Einladung in sein Haus und seinen Mut, sich einer zunehmend feindlichen Öffentlichkeit immer wieder zu stellen, bin ich Igor Levit zutiefst verbunden ("legato").

Sonntag, 18.Oktober, 18:38 Uhr

Juna Grossmann

Danke

Danke, lieber Herr Neuhoff, dass Sie Widerspruch üben. Danke, dass sie die Mauro'sche Täter-Opfer-Umkehr erkannten und sie überhaupt ansprechen. Das ist selten in einem Land, in dem viele Menschen noch glaube, Antisemitismus sei kein Problem (mehr).

Wer Levit schon länger begleitet, und ich meine dabei auch in den Sozialen Medien, der weiß, dass sein Engagement ernst ist und nicht, wie unterstellt, auf Karriere gerichtet ist. M.S., der/die hier meint, dass Levit "das Deutsche Volk über einen Kamm schert", ist ein schönes Bild einer Person, die urteilt, ohne zu wissen zu lesen. Ich erspare mir hier die weitere Lektüre von Kommentaren, wollte ich Ihnen doch einfach nur meinen Dank aussprechen.

Juna Grossmann

Sonntag, 18.Oktober, 18:34 Uhr

Frank Golischewski

Levit / Mauró

Ich habe Igor Levits Konzerte seit Jahren immer wieder gehört (auch veranstaltet) und kann sehr gut zwischen seiner außergewöhnlichen Qualität als international renommierter Pianist und seinem politischen Engagement unterscheiden. Nach meiner Beobachtung vermischt er generell beides nicht in seinen Konzerten oder bringt es in Zusammenhänge. Die Kritik von Mauró, die den politischen Menschen Levit neben seiner - wie ich übrigens finde nicht im mindesten zu bemängelnden Legato-Spielweise - zu beurteilen versucht, hat ihre Seriösität eingebüßt. Mauró hat sich hier als Kritiker disqualifiziert. Überspitzt und in einem Bild gesagt möchte ich auch nicht beginnen, Richard Wagners Werk bei der Rezeption wieder im Zusammenhang mit seinem Antisemitismus zu beurteilen. Was bleibt ist ein schwacher Artikel von Helmut Mauró und ein schaler Nachgeschmack. Unnötig.

Sonntag, 18.Oktober, 18:14 Uhr

Peter von Ort

Wer seine Popularität und Kunst politisch einsetzt

der muß auch politische Kritik an seiner Kunst hinnehmen. Ganz einfach. In einem mir bekannten Atelier war ein großes Gemälde mit linker politischer Botschaft ausgestellt. Die Kuratorin will jedoch keine politische Diskussion darüber - jedenfalls keine kritische. So geht das nicht. Ein Statement raushauen, aber keine Antwort dulden... so einfach haben es die Linken gern.

Sonntag, 18.Oktober, 18:11 Uhr

Gabriele von Tiedemann

Bravo!!

Besser kann man es nicht formulieren.
Ich war entsetzt über die Kritik in der Süddeutschen.
Ich habe durch Igor Levit in der NDR Musikreihe enorm viel über
Musik , Komponisten und das Klavier hinzugelernt.
Wobei ich über Musikwissen verfüge-aber er erreicht durch seine wunderbare Art auch Begeisterung bei Menschen zu erwecken , die der Klassik bisher eher nicht so nah waren.Das ist doch mal ein wunderbarer Zweck für die neuen Medien!

Sonntag, 18.Oktober, 17:52 Uhr

Emser Salz

Helmut Mauró

hat einen wunderbaren Beitrag geschrieben, genau auf den Punkt. Dem Selsbtdarsteller keine Bühne, keine Preise, keine Verdienstkreuze. Wer sich anmaßt, ein ganzes Volk zu beleidigen, der ist ermüdend....

Sonntag, 18.Oktober, 17:31 Uhr

Rainer Wagner

Helmut Maurós übergriffige Igor-Levi-Attacke

Wer die SZ regelmäßig liest, hat mehrfach lesen können, wie besessen Kritiker Helmut Mauró vom Thema Igor Levit ist. Seit Eleonore Büning in der FAZ/FAS früh (und vielleicht auch arg früh) Igor Levit zum führenden Pianisten seiner Generation (ihr Superlativ war superlativer) ausgerufen hat, setzt Helmut Mauró seinen Favoriten Trifonov dagegen. Der auch ein spannender Musiker ist.
Aber wie Mauró dann immer wieder bei jeden Gelegenheit Levit eins mitgibt (in Nebensätzen ohne Namensnennung, wenn es um ganz andere Beethoveninterpetationen geht) das war dann schon skurril bis bizarr, aber jetzt driftet es mit einen Drill ins Antisemitische schon in Pathologische ab...

Sonntag, 18.Oktober, 17:30 Uhr

Martina Döcker

Igor Levit

Danke, Herr Neuhoff, für Ihre präzise Replik auf den unterirdischen Artikel von Herrn Mauro.
Was der SZ Artikel vermittelt?
Alle sind blöd, nur Herr Mauro nicht.
Die jüdischen Menschen, die sich herausnehmen, auf ihre jeweils individuelle Art Kritik am Antisemitismus zu üben (bitte immer vorher Herrn Mauro fragen, der hat ein "Richter-Sofa").
Der Musiker Levit, der zu viel twittert und zu wenig spielt und übt.
Die Musikkenner*Innen und das Publikum, die allesamt zu doof sind zu merken, was für ein miserabler Pianist Igor Levit ist.
Meines Erachtens schlittert die SZ mit solchen "Artikeln" in die Kreisliga des Journalismus.

Sonntag, 18.Oktober, 17:04 Uhr

M. S.

Unrecht hat Mauro allerdings nicht

Ob man jetzt diese Kritik im Rahmen eines Beitrags über Klassik bringen muss ist sicherlich fraglich. Allerdings müssen Punkte angesprochen werden dürfen wenn jemand anderen Menschen das "Menschsein" abspricht - so etwas hatten wir ja schon mal. Und auch dass Levit zu Unrecht das Deutsche Volk über einen Kamm schert darf kritisiert werden. Sicher an falscher Stelle, etwas überspitzt aber inhaltlich sehr gut von Herrn Mauró...bitte weiter so.

Sonntag, 18.Oktober, 16:53 Uhr

Werner Kurz

Mauro-Kritik

Sagte schon Adorno, erst die Form macht den Inhalt kritikfähig. Also Herr Maruro: . . . . diffuses Weltgericht etabliert, deren Prozesse . . . ." Das sagt schon so einiges.
Werner Kurz
Hammersbach

Sonntag, 18.Oktober, 16:53 Uhr

Müßig, Ulrike

Danke

Danke für diesen beherzten Widerspruch zu der unsäglichen entwertenden Kritik, die im Feuilleton der SZ zu lesen mich irritiert hat!

Sonntag, 18.Oktober, 16:51 Uhr

Lipski, Rainer

Igor Levit

Danke für diese Antwort auf eine Beitrag von Herrn Mauro, der mich fast schon wütend gemacht hat.

Sonntag, 18.Oktober, 16:48 Uhr

Petra Schankin

Igor Levit

Danke, für diesen Artikel! Genauso ist es.

Sonntag, 18.Oktober, 16:44 Uhr

Wolfgang D. Weithäuser

Igor Levit

Ich habe sehr großen Respekt vor diesem Pianisten und insbesondere vor seinen Beethoven-Interpretationen, die ich nach seiner ersten zyklischen Aufführung in der Düsseldorfer Tonhalle zwischen November 2015 und Juni 2016 auch in der Westdeutschen Zeitung vom 27. Juni 2016 kommentiert habe.
Leider muss ich heute anmerken, dass ich es bedaure, dass sich Igor Levit verbal oft krass und vor allem verallgemeinernd in die Auseinandersetzung um das rechte
politische Spektrum in Deutschland eingebracht hat. Das hat ihm auch den Jubel des radikal linken politischen Spektrums eingebracht. Dass der Bundespräsident in ausgezeichnet hat, spricht nicht für eine gesicherte sachliche Würdigung. Nur mit kühlem Kopf und belegbaren Argumenten kann dieses Thema in eine sachliche Auseinandersetzung geführt werden. Igor Levit sollte sich der Musik
widmen, damit sagt er den Menschen mehr und wiegelt sie möglicherweise nicht auf.
Wolfgang D. Weithäuser, Düsseldorf, 18.10.2020, 16:44 Uhr

Sonntag, 18.Oktober, 16:42 Uhr

Ursula Hausner

Igor Levit

Vielen Dank für Ihre Gegenrede. Als ich den SZ-Text gelesen habe, konnte ich es tatsächlich nicht fassen. Ich war zornig und auch sehr traurig und habe zum erstenmal tatsäch einen Leserbrief geschrieben.
Vielen Dank, dass Sie sich der Sache so toll angenommen haben.

Sonntag, 18.Oktober, 16:38 Uhr

Kurt Kantner

Kritik Igor Levit

Diese sogenannte "Rezension" war wirklich widerlich. Und der Antisemitismus war echt der Gipfel der Geschmack - ja Charakterlosigkeit von Herr Mauro.
Wenn ich es als Abonennt der SZ recht verstehe, müssen in der Redaktion zahlreiche Stellen abgebaut werden - vielleicht sollte da auch die Stelle von Herrn Mauro betrachtet werden!

Sonntag, 18.Oktober, 16:29 Uhr

J.Hammer

Einschlagen von Igor Levit auf die AFD

Ein politisierender Musiker ist immer mißlich. Die angeblich schlechtsrationale deutsch nationale AFD ist aber das Publikum dass ihn auf Händen trägt und zujubelt.
Ein Vergleich mit der geistig unbedrohten Paris Hilton ist aber albern-es gibt genug hiesige stetig in die Öffentlichkeit strebende Künstler ,die aber niemand hören will.
Natürlich ist Trifonov ein weiterer Fixstern in der Reihe grosser Pianisten.

Sonntag, 18.Oktober, 16:21 Uhr

Rainer Thurau

"Musikkritik " Mauros an dem Pianisten Igor Levit

Die sogenannte Musikkritik Mauros an dem Pianisten Igor Levit beweisst, welches zunehmend gefährlich politisches Klima in Deutschland sich auch im Kultursektor breit macht.....und über das äusserst fragwürdige Niveau dieser "Musikritik" mag man sich kaum auslassen denn es erinnert doch schon ein wenig an Äusserungen aus dem deutschen Propagandaministerium ab 1933

Sonntag, 18.Oktober, 16:17 Uhr

Martine Seibert-Raken

Bernhard Neuhoff

Vielen Dank Herr Neuhoff!
Chapeau!!

Sonntag, 18.Oktober, 16:14 Uhr

An

So unterirdisch kann "Musikkritik" sein

War Musik nicht schon immer auch politisch? Hat Beethoven nicht schon mit seinen Stücken politisch Stellung bezogen? Und damit ist nicht etwa die Eroica gemeint. Es scheint der Artikel dient nur der Verunglimpfung Levits. Die Vergleiche mit Trifinov ergeben gar keinen Sinn und basieren nicht auf einer musikalischen Ebene, sondern persönlich. Hat Kritik nicht objektiv zu sein? Vor allem die Anspielung auf das Bundesverdienstkreuz und den Fußballern hinkt enorm. Bekommt der Fußballer dies etwa nicht für sein Engagement außerhalb des Fußballs? Wohl kaum für das Spiel an sich... Wenn der Fußballer sich gegen Rassismus einsetzt ist dies lobenswert, setzt der Pianist sich für Antisemitismus ein, überschreitet er seine Befugnis. Lachhaft und sinnlos. Dies ist keine Kritik an Levits Musik, sondern an seiner Person.
Danke Bernhard Neuhoff für diese unheimlich gekonnte Replik!

Sonntag, 18.Oktober, 15:10 Uhr

Olaf Rode

Bernhard Neuhoff

Nach dem Lesen des SZ-Artikels von Herrn Mauró war ich fassungslos, mir fehlten die Worte. Umso dankbarer bin ich Bernhard Neuhoff für seine fundierte, treffsichere Erwiderung - Chapeau!

Sonntag, 18.Oktober, 13:57 Uhr

Barbara Schwarz

Igor Levit

Danke für Ihre tolle Erwiderung des unsäglichen Mauro-Beitrags. Sie haben einer alten Theaterkritikerin aus dem Herzen geschrieben!

Sonntag, 18.Oktober, 12:14 Uhr

IMMI

Kommentar: In der SZ wird Pianist Igor Levit attac

Das die ,von mir sehr geschätzte , SZ diesen unnützen und wirklich beschähmend beleidigen Artikel hat durch gehen lässt, ist mir ein Rätsel.

Sonntag, 18.Oktober, 12:13 Uhr

Cornelia Arlt

Weltfrieden

Danke an die redaktionelle Prüfung!

Sonntag, 18.Oktober, 12:11 Uhr

Maria Tauscher

JA

Sonntag, 18.Oktober, 10:47 Uhr

BRIGITTE von Kellenbach

IGOR Levit

Das Schönste Geschenk in diesem trüben Jahr waren die Stunden mit IGOR Levit in BR Klassik und ich bin sehr dankbar dafür.

Sonntag, 18.Oktober, 09:59 Uhr

Peter v.Campenhausen

Mauro Kritik in der SZ über Igor Levit

ein grosser Dank für diese messerscharfe Analyse der völlig unprofessionellen Kritik von Helmut Mauro.Diese ist einer überregionalen Zeitung wie der SZ einfach unwürdig und nur noch peinlich.

Sonntag, 18.Oktober, 09:58 Uhr

Mike Iron

Ja, Igor Levit, habe seinen Podcast genossen! Aber nach seiner Äußerung, AfD-Mitglieder hätten ihr Menschsein verwirkt, alles sogleich verworfen. Dieses Statement ist nicht besser als Antisemitismus in jeder Form - Legato hin oder her…

Samstag, 17.Oktober, 19:52 Uhr

Reinhard Kaaden

Maurós Artikel zu Levit

Sehr geehrte Damen und Herren,
Maurós Artikel in der gestrigen Süddeutschen habe ich mit - vorsichtig gesagt - Befremden gelesen. Bernhard Neuhoffs Replik spricht mir aus dem Herzen. Danke!
Gruß aus Köln
Reinhard Kaaden

Samstag, 17.Oktober, 17:08 Uhr

Alla Asher ,Thomas plodeck

“Mauro...”

Sie sprechen uns aus der Seele! Danke für Ihren Kommentar, So viel Freude uns Igor Livid in den Tagen des Lockdownsgemacht hat so verdrossen kann man manchmal als langjähriger Abonnent mit seiner Süddeutschen Zeitung Sein.

Samstag, 17.Oktober, 14:59 Uhr

Till Espejo

So unterirdisch kann "Musikkritik" sein

Da schreibt sich einer
warm und zählt den Takt
des Links zwo, drei, um
bei vier den Auftritt
nicht zu versäumen.

Samstag, 17.Oktober, 13:46 Uhr

Rager

Kommentar von Bernhard Neuhoff vom 16.10.

Diese Erwiderung ist großartig! Danke

Samstag, 17.Oktober, 13:11 Uhr

Dr. Oll

Blablase

- Wer hatet wird höchstwahrscheinlich Hate ernten. Wem diese Dynamik des Internets neu ist, sollte nicht ständig die Öffentlichkeit suchen. Levits "Leichtsinn" ist allerdings Kalkül. Dass selbst intelligente Journalisten diese PR Strategie nicht durchschauen und sich nur allzu gerne vor Levits Karren spannen lassen ist peinlich.
- Gemütlich getwittertes AfD Bashing als politisches Engagement zu verkaufen und dann noch mit dem Verdienstkreuz zu würdigen, beleidigt alle verdienten Träger des Ordens und deren Leistungen.
- "Er ist mit den richtigen Journalisten und Multiplikatoren befreundet (...)" man falle sich "(...) in die Arme und versichert sich gegenseitiger Bewunderung", so Maurós Beschreibung der moralisch überhöhten Filterblase, deren Funktionsweise man hier in den meisten Kommentaren bestätigt sieht. Beinahe komisch, wie es aus dem Inneren der Blase nicht so offensichtlich zu sein scheint.

Samstag, 17.Oktober, 12:54 Uhr

Wilfried Schneider

Unterirdische Musikkritik

Das SZ-Feuilleton ist schon seit Jahren ziemlich verkommen. Ich denke nur an die unsäglichen Angriffe eines gewissen Egbert Toll gegen Kent Nagano anlässlich der Installation des "besten Dirigenten aller Zeiten" durch Herrn Bachler. Auch der Herr Mauró glänzt meistens durch Uninformiertheit. Oft habe ich mich schon gefragt, in welchem Konzert er war (oder geschlafen hatte). Die Zeiten, als Joachim Kaiser noch fand, "die 3. Note im Takt xy war falsch betont", sind, leider, lange vorbei. An der Qualifikation so mancher "Kritiker" sind Zweifel angebracht. Schäbig finde ich, dass man Igor Levit auf dermaßen widerliche Tour angreift, ob man nun seine politische Meinung mag oder nicht. Nun ja, die SZ ist für mich schon vor vielen Jahren gestorben.

Samstag, 17.Oktober, 11:50 Uhr

Dr. Bertram Müller

Mauró-Artikel über Igor Levit

Die segensreichen Zeiten des SZ-Feuilletons mit Autoren wie Karl Schumann, Karl-Heinz Ruppel und (trotz vieler Angriffspunkte) auch von Joachim Kaiser sind längst Vergangenheit. In jüngerer Zeit waren vor allem die Beiträge von Herrn Eggebrecht ebenfalls höchst auschlussreich und sachkundig erfasst.
Leider befinden sich die SZ-Beiträge bezüglich der Münchner und der internationalen Musikszene überwiegend nicht mehr auf einem vergleichbaren Niveau.
Nun hat Herr Mauró mit seinem gehässigen und wenig sachkundigen Artikel über Igor Levit eine akzeptable Toleranzgrenze einer Negativ-Sicht deutlich unterschritten. Zwar ist allem beizupflichten, was er über Daniil Trifonov äußert, sein Statement über Levit ist hingegen unerträglich.
Es wäre ein leicht zu verschmerzender Verlust, wenn sich die SZ von diesem Mitarbeiter trennen würde.
Dr. Bertram Müller

Samstag, 17.Oktober, 11:34 Uhr

Dr. Bertram Müller

Mauró-Artikel über Levit

Sehnsüchtig erinnere ich mich an meine Studienzeit, in der man sich äußerst gern mit Artikeln des SZ-Feuilletons von Karl Schumann, Karl-Heinz Ruppel und auch Joachim Kaiser beschäftigte. Auch die Beiträge von Herrn Eggebrecht sind als äußerst sachkundig zu bewerten.
Mehr und mehr rutscht das SZ-Feuilleton qualitativ ab. Dies ist gerade in Bezug auf die Münchner und die überregionale Berichterstattung bedauerlich.
Herr Mauró hat mit seiner Begeisterung für Daniil Trifonov natürlich zu 100 % Recht. Mit seinen gehässigen und völlig unausgewogenen Zeilen über Igor Levit hat sich dieser Herr jedoch selbst disqualifiziert. Die SZ sollte ihn nicht weiterbeschäftigen.

Samstag, 17.Oktober, 09:58 Uhr

Anja Lösch

klare Ansage

Danke für diesen großartigen Kommentar.

Samstag, 17.Oktober, 07:29 Uhr

Jürgen Bernhard

Total aus der Zeit gefallen

Was ist denn falsch daran, als Künstler gerne auch*überdeutlich*? politisch Stellung zu beziehen?Die Zeiten,in denen ein Künstler sich aus der Politik heraushalten sollten,sind seit Adolf zum Glück vorbei. Die Erwiderung der YZ ist sehr dünnhäutig und verfehlt das Thema. Euer Beethoven-Podcast ist großartig

Freitag, 16.Oktober, 22:30 Uhr

Dr. Steven Meierhofer

Keine Musikkritik - Debattenkritik

Ich wundere mich doch sehr über diese Entgegnung. Der Text von Mauró ist offensichtlich keine Musikkritik, sondern eine Kritik an der Selbstdarstellung Levits in den sozialen Medien - ihm das nur deshalb vorzuwerfen, weil er mit einem (scheinbar) fachlichen Einstieg beginnt, erscheint mir etwas wohlfeil. Sie selbst sagen: "Der eine findet Thielemann besser, der andere Petrenko."

Der Fortgang Ihres Artikels ist leider ein Eigentor: Die inhaltliche Kritik an Levits Selbstdarstellung wird wiederum nur auf moralischer Ebene beantwortet. Niemand macht ihm das Recht streitig, sich als Jude gegen Nazis zu engagieren. Nur daran, dass das das zentrale Motiv der Dauerbeschallung seiner Anhängerschaft ist, darf erheblich bezweifelt werden. Wer seine Blase auf Twitter von außen betrachtet, wird schnell Parallelen zu Schulhof-Rowdys sehen – sich stets gegenseitig be- und verstärkend, untereinander profilierend, scharf nach außen abgrenzend, niemals zweifelnd, immer loyal. Politischer Diskurs 2020.

Freitag, 16.Oktober, 20:22 Uhr

Dagmar Beyse

Antwort auf Mauro Artikel

Grossen Dank für ihre Antwort auf den unsäglichen Artikel von Mauro in der SZ,
lieber Herr Neuhoff, sie sprechen uns aus dem Herzen, Dagmar und Jürgen Beyse

Freitag, 16.Oktober, 19:58 Uhr

Dr. Georg Vancura

So unterirdisch...

Nachdem ich den hervorragenden BR Podcast 32 x Beethoven mit Igor Levit mit Begeisterung immer wieder höre und hierdurch bei mir eine große Leidenschaft geweckt wurde, selber wieder Beethoven zu spielen, ist dieser Artikel nicht nur unterirdisch geschmacklos und verletzend, sondern bedarf einer eindeutigen Stellungnahme der SZ, der ich so einen inakzeptablen Beitrag nicht zugetraut hätte. Lieber Igor, bitte mach weiter wie bisher! Und lass dich nicht entmutigen!
In tiefer Verbundenheit Georg Vancura

Freitag, 16.Oktober, 19:25 Uhr

Sascha Kersken

Bewerbungstext für Springer?

Das SZ-Feuilleton war mal besser; dieser Herr Mauró hätte nicht hinenin gepasst. Möglicherweise möchte er sogar selbst, dass das sein letzter Text in der SZ war und bewirbt sich damit für Poschardts Einblick aka. "Die Welt". Da würde er nicht weiter auffallen. NZZ oder noch weiter rechts geht natürlich ebenfalls.

Freitag, 16.Oktober, 17:54 Uhr

Jule

Kritik ohne Häme

Ich habe mich schon oft geärgert, dass man offenbar Levits Beethoven gar nicht kritisieren darf, ich finde sein Spiel zu manieriert, und ich finde die Marketingstrategie auch nicht in Ordnung.
Man kann auch sicherlich darüber streiten, wieviel direkte Politik auf eine Konzertbühne gehört und umgekehrt.
Wenn ein Kritiker aber mit Verleumdungsvorwürfen ankommt, dann ist das genau so instrumentalisierend, nur in die andere Richtung.

Freitag, 16.Oktober, 17:17 Uhr

Johannes Dobbelstein

Vielen Dank...

...für diese Replik auf den wirklich Übelkeit erregenden Text! Der „Pauschalist“ Mauró (so nennt er sich in seinem Profil in der SZ) gehört umgehend aus der Süddeutschen Zeitung herausgeworfen. Ich behaupte mal ganz pauschal: Es gibt garantiert genügend rechte Blätter, die ihn jetzt mit Kusshand nähmen. Die SZ muss da Stellung beziehen!

Freitag, 16.Oktober, 17:12 Uhr

Hans-Peter Remmler

So unterirdisch...

Ich weiß nicht, was Herr Mauró beruflich macht (gut, das war gelogen), aber Levits legato ist eindeutig besser als Maurós Grammatik:

Zitat: "Es hat sich da ein etwas diffuses Weltgericht etabliert, deren (sic!) Prozesse und Urteile in Teilen auf Glaube und Vermutung, aber auch auf Opferanspruchsideologie und auch regelrechten emotionalen Exzessen beruhen."

Ich wäre für "dessen". Aber ich finde ja auch Levits legato okay, deshalb bin ich wohl voreingenommen. Danke, BR Klassik!

Freitag, 16.Oktober, 16:32 Uhr

AndreasP

So unterirdisch kann "Musikkritik" sein

Bitte nicht vergessen: Selbst der (winzige) vordergründig musikalisch begründete Teil von Maurós Kritik trieft in dem, was er Levit vorwirft, vor allzubekannten Phrsen, das "theatralisch vorgetragene Pathos", die "Pose", das "Unverbindliche", da fehlt nur noch das Wagnersche "nachkünsteln" und wird sind mitten in den unheilvollen antisemitschen Klischees des 19. und 20. Jahrhunderts.

Freitag, 16.Oktober, 16:21 Uhr

Greta Salome Bollig

So unterirdisch kann „Musikritik“ sein

Vielen Dank für diesen Kommentar. Ich habe Herrn Mauro schon einen Tweet geschickt. Das was er da abgelassen hat, hat für mich schon was mit dem Stürmer aus den 30er Jahren gemein. Das ist antisemitische Hetze. Ich frage mich, ob er aus irgendeiner rechten Quelle dafür Geld bezogen hat.

Freitag, 16.Oktober, 16:15 Uhr

Heike Seelhof

Auf den Punkt gebracht...

Danke für diese schnelle Reaktion und treffende Analyse!

Freitag, 16.Oktober, 15:55 Uhr

MARTIN BORCHERS

KRITIK IGOR LEVIT

DER KOMMENTAR DES BR.KLASSIK REDAKTEURS BERNHARD NEUHOFF ZUR KRITIK DES HERRN MAURO ÜBER DAS KLAVIERSPIEL IGOR LEVITS SPRICHT MIR AUS DER SEELE. STATT PROFUNDER MUSIKKRITIK WIRD DER VERSUCH UNTERNOMMEN, EINEN DER BESTEN PIANISTEN UNSERER ZEIT MITHILFE EINER POLITISCHEN ATTACKE NIEDERZUMACHEN. DER HERR MAURO MAG DEN HERRN LEVIT NICHT. DAS IST SEIN GUTES RECHT. ER MAG JA SEINE BEGEISTERUNG FÜR DIE HERRN TRIFONOW ODER NEUERLICH HERRN LANG LANG GERNE ÄUSSERN, SEINE POLITISCHEN AUSLASSUNGEN ÜBER HERRN LEVIT ABER SIND GESCHMACKLOS, BÖSARTIG UND GERADEZU PEINLICH. DER SZ WÜNSCHTE MAN ZUKÜNFTIG AUSGEWOGENERE UND UNPOLEMISCHE MUSIKKRITIKEN ,

Freitag, 16.Oktober, 14:59 Uhr

Nicole Salditt

So unterirdisch kann „Musikkritik“ sein

Danke für die schnelle und überaus treffende Replik! Ich habe heute Morgen den betreffenden Artikel In der SZ gelesen und war entsetzt ob des fehlenden Niveaus und der besorgniserregenden und überaus unfairen Angriffe gegen Igor Levit!

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