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Söder öffnet Geldhahn Konzertsaal in Nürnberg soll schneller stehen als in München

Der Freistaat Bayern stellt für einen neuen Konzertsaal in Nürnberg ungewöhnlich viel Geld zur Verfügung. Das neue Haus soll innerhalb von sechs Jahren fertig gestellt werden - direkt neben der Meistersingerhalle.

Großer Saal der Meistersingerhalle Nürnberg | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Der Freistaat Bayern werde bei der Finanzierung des neuen Nürnberger Konzertsaals 75 Prozent der Kosten tragen, sagte Markus Söder (CSU) am Freitag. In diesem Fall liege der Fördersatz für das Gebäude 30 Prozent höher als üblich, so Söder. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass das Bauprojekt 50 bis 75 Millionen Euro kosten wird. "Hier wird ein wuchtiges Kulturzentrum entstehen", sagte Bayerns Finanzminister, der im Hinblick auf den neuen Konzertsaal in München noch einen ganz speziellen Wunsch hat:

Ich würde mich freuen, wenn der Nürnberger Konzertsaal früher steht als der in München.
Markus Söder, Bayerischer Finanzminister

Genaue Kosten noch unklar

Nürnbergs Oberbürgermeister Maly schloss sich dem gebürtigen Nürnberger Markus Söder an und sei "einigermaßen sicher, dass das Eröffnungskonzert vor München" stattfinden werde. Außerdem freue er sich, dass der Freistaat Bayern das in der Regierungserklärung gemachte Versprechen einhält, sich für den Bau der neuen Konzertsäle in München und Nürnberg finanziell zu engagieren. Die genauen Kosten für die Nürnberger Konzerthalle werden erst nach der Entwicklung eines Gesamtkonzepts im Herbst feststehen.

Der Konzertsaal mit 1.500 Plätzen soll bis voraussichtlich 2023 auf dem jetzigen Parkplatz neben der Nürnberger Meistersingerhalle entstehen. Er soll außerdem der Oper als Ausweichspielstätte während der Sanierung des 1905 erbauten und baulich angeschlagenen Opernhauses dienen. Die denkmalgeschützte Meistersingerhalle soll ebenfalls saniert und zum Kongresszentrum umgewandelt werden.

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