BR-KLASSIK

Inhalt

Leopold-Mozart-Haus in Augsburg – Wiedereröffnung "Ohne Leopold kein Wolfgang"

Nach anderthalb Jahren Schließzeit öffnet am Samstag, 7. März endlich wieder das Leopold-Mozart-Haus in Augsburg. Für alle Neugierigen gibt es dieses Wochenende freien Eintritt in elf neu konzipierte Themenräume, die die Lebensgeschichte des Komponisten erzählen.

Leopold-Mozart-Haus in Augsburg wiedereröffnet | Bildquelle: Leopold-Mozart-Haus; Mozartstadt Augsburg; Ruth Plössel

Bildquelle: Leopold-Mozart-Haus; Mozartstadt Augsburg; Ruth Plössel

Zum Anhören

Reportage von Dorothea Hußlein

Eigentlich hätte das Haus schon zum Jubiläum "300 Jahre Leopold Mozart" im Jahr 2019 öffnen sollen. Wegen diverser Bauprobleme verschob die Stadt den Termin aber mehrmals, was für viel Kritik sorgte. Nun öffnet am Wochenende das neu konzipierte Museum seine Tore für die Besucher. Das Gebäude, das früher nur "Mozarthaus" hieß, führt jetzt den Vornamen Leopold im Titel, denn der alte Name ließ viele glauben, es handele sich um Leopolds berühmten Sohn Wolfgang Amadeus. "Augsburg nimmt im Dreiklang der Mozartstädte eine eigene Schlüsselrolle ein, und das Leopold-Mozart-Haus ist ein nachhaltiger Ausdruck dieses wertvollen Kulturerbes, denn: ohne Leopold kein Wolfgang", begründet Kulturreferent Thomas Weitzel die Umbenennung.

Leopold Mozarts Briefe, Kutsche und Kleidung

Das neu gestaltete Leopold-Mozart-Haus nimmt zahlreiche Briefe Leopolds als Ausgangspunkt, um seine Lebensgeschichte in elf Themenräumen zu beleuchten. Dort können die Besucher einen begehbaren Nachbau der Reisekutsche der Mozarts, Komponierwürfel, Geigen zum Ausprobieren, Leopolds Kleidung und einen Raum zum Musik-Erleben besichtigen. Das neu gebaute Zimmertheater im Barockstil beherbergt einen spielbaren historischen Stein-Flügel und soll auch als Konzertort dienen. Das Erdgeschoss des Museums ist barrierefrei.

Leopold Mozart in Augsburg

Leopold Mozart wurde am 14. November 1719 im Augsburger Domviertel Augsburg als Sohn eines Buchbindermeisters geboren. Für einen Handwerkerssohn eher unüblich, ging Leopold auf das Jesuitenkolleg St. Salvator, wo er eine umfassende humanistische, naturwissenschaftliche, sprachliche und musische Bildung bekam. Leopold zog zum Studium nach Salzburg, wurde dort Kammerdiener und später Hofmusiker im Dienste des Fürsterzbischofs. Er behielt zeitlebens das Augsburger Bürgerrecht. Auch sein berühmter "Versuch einer gründlichen Violinschule" ließ Leopold Mozart in Augsburg drucken. Das Geburtshaus Leopolds ist seit 1937 ein kleines Museum.

Sendung: "Piazza" am 7. März 2020 ab 08:05 Uhr auf BR-KLASSIK

    AV-Player