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Saisoneröffnung New Yorker Met "Magie" und andere Momente

Am 25. September 2017 beginnt die neue Saison an der Metropolitan Opera in New York mit Bellinis "Norma". Außerdem gibt es in der neuen Spielsaison zwei Premieren, wovon eine der ab 2020 berufene Nachfolger des Orchesterchefs James Levine leitet: Yannick Nezet-Seguin.

Innenansicht der New Yorker Oper | Bildquelle: imago / ZUMA Press

Bildquelle: imago / ZUMA Press

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Der "Parsifal" wird von dem Mann dirigiert, der ab 2020 neuer Musikdirektor wird: der Kanadier Yannik Nezet-Seguin - "schwul, tätowiert, jung, das Beste, was der altehrwürdigen Met passieren konnte", sagt Tenor und Superstar Vittorio Grigolo. "Er ist großartig, auch für uns Sänger -  athletisch, jung, er ist so voller Energie, die Vibes sind grandios."

Magische Momente mit Grigolo und di Donato

Joyce DiDonato, US-amerikanische Mezzosopranistin | Bildquelle: Simon Pauly Bildquelle: Simon Pauly Es ist Kostümprobe hier an der Met - vielleicht DAS Opernhaus der Welt. Es sind noch drei Probentage, bevor zur Eröffnung zum ersten Mal am 25. September in dieser Saison um 18.30 Uhr für eine Neuproduktion von Vincenzo Bellinis Oper "Norma" der Vorhang aufgeht - mit Joyce di Donato und Sondra Radvanovsky, die sagt: "Eine grandiose Kombination, magisch!" Ab nun gibt es also wieder Magie an der Met. Schon am nächsten Tag werden hier "Hoffmanns Erzählungen" von Jaques Offenbach aufgeführt.

Vittorio Grigolo ist mittlerweile Stammgast an der Met. Auch in dieser jetzt beginnenden neuen Saison ist er mit von der Partie. In der Rolle des Cavaradossi in Puccinis "Tosca" feiert er Silvester sein Rollendebüt. In der Produktion von Puccinis "Tosca" wird außerdem Sonya Yoncheva erwartet.

Premiere mit Massenets "Cendrillon"

Kurz vor der Saisoneröffnung brummt es auf den Fluren der Met und wohl auch im Kopf des Intendanten Peter Gelb: Viel Adrenalin wird für 220 Aufführungen, 26 Werke und zwei Met-Premieren im aktuellen Saisonprogramm ausgeschüttet. Eine davon ist "Cendrillon", Jules Massenets Oper à la Cinderella mit Joyce di Donato.

Das Verdi-Requiem von ihm dirigiert ist sehr speziell, auch das von 2008 als Hommage an Pavarottis Tod.
Peter Gelb über James Levine

Amerika und Cinderella, das ist wie die Met und James Levine. Der Musikdirektor sei trotz Parkinson wieder in so guter Form, dass er gleich mehrere Opern dirigiere und auch das Verdi-Requiem auf der Opernbühne, sagt Peter Gelb.

Cony Island auf der Met-Bühne

Auch “Così fan tutte” gibt es ab März 2018 - aber wie! Die Kulisse ist von Coney Island der 50er - obendrein sind die Komparsen aus diesem Vergnügungspark, also echte Coney-Island-Figuren. "Wir haben schon viele Castings gehabt, aber das hatten wir noch nie" sagt Peter Gelb. "Wir haben einen Muskelmann, sehr kleingewachsene und sehr riesige Menschen, und wir haben eine Frau mit einer echten Schlange auf der Bühne - Gaukler aller Arten."

Die Met 2017/18 live auf BR-KLASSIK

Samstag, 13. Januar 2018, 18.59 Uhr
Pietro Mascagni: "Cavalleria rusticana"
Ruggero Leoncavallo: "Pagliacci"

Leitung: Nicola Luisotti

Samstag, 27. Januar 2018, 18.59 Uhr
Giacomo Puccini: "Tosca"
Leitung: James Levine

Samstag, 24. Februar 2018, 18.59 Uhr
Giacomo Puccini: "La Bohème"
Leitung: Marco Armiliato

Samstag, 17. März 2018, 18.59 Uhr
Richard Strauss: "Elektra"
Leitung: Yannick Nézet-Séguin

Samstag, 7. April 2018, 18.59 Uhr
Gaetano Donizetti: "Lucia di Lammermoor"
Leitung: Roberto Abbado

Samstag, 28. April 2018 18.59 Uhr
Jules Massenet: "Cendrillon"
Leitung: Bertrand de Billy

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