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Tschaikowsky "Pique Dame"

Peter Tschaikowskys spätes Meisterwerk "Pique Dame" in einem Live-Mitschnitt der halbszenischen Aufführung von 2014 aus der Münchner Philharmonie im Gasteig. Eine illustre Sängerriege erweckt die Charaktere zum Leben; Maestro Mariss Jansons steht am Pult von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

CD-Cover "Pique Dame" mit Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks | Bildquelle: BR

Bildquelle: BR

Peter Tschaikowsky

Chor der Schäfer und Schäferinnen aus "Pique Dame"

In die Arbeit an der Oper "Pique Dame" habe er seine ganze Seele gelegt, bekannte Peter I. Tschaikowsky einmal. Aber zunächst war der Komponist von "Schwanensee", des "Evgenij Onegin" und der "Symphonie Pathétique" skeptisch, ob sich die Puschkin-Novelle zur Oper eigenen würde, dann ließ er sich 1890 in einem knapp zweimonatigen Aufenthalt in Florenz auf die Geschichte ein und erweckte die Geschehnisse um Lisa, Herrmann und Fürst Jeletzkij musikalisch zum Leben. Dabei zeichnete er ein menschliche Untiefen auslotendes Drama, in dem Spielernatur Hermann die ihn anbetende Lisa in den Tod treibt – jene Lisa, die dem Fürsten Jeletzkij versprochen ist, den sie aber nicht liebt. Im finalen Kartenspiel besiegt Jeletzkij den Nebenbuhler und Hermann begeht schließlich Selbstmord unter der erneuten geisterhaften Erscheinung der Großmutter Lisas, der er das Geheimnis gewinnbringender Karten zu entlocken suchte: "Das Leben ist ein Spiel! Und Gut und Böse nur ein Traum!"

Wer könnte die symphonische Wucht, die Klangfarben, die musikalischen Charakterisierungen der Personen und den emotionalen Stimmungsgehalt der Szenen besser deuten als Mariss Jansons, der lange Jahre in St. Petersburg, dem Ort der Uraufführung, als Dirigent der Leningrader Philharmoniker wirkte! Mit großer Kennerschaft hat er für die Darbietung in russischer Originalsprache eine Sängerriege zusammengestellt, die mit den Rollen der "Pique Dame" auch muttersprachlich bestens vertraut sind, darunter Misha Didyk als Hermann¸ Tatiana Serjan als Lisa und Alexey Markov als Fürst Jeletzkij. Neben Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wirkt der Kinderchor der Bayerischen Staatsoper in dem Live-Mitschnitt aus der Münchner Philharmonie im Gasteig mit.

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Pjotr Iljitsch Tschaikowsky:
"Pique Dame"

Oper in drei Akten nach der gleichnamigen Novelle von Alexander Puschkin
Libretto: Modest Tschaikowsky

Die Mitwirkenden:

Misha Didyk, Tenor (Hermann)
Tatiana Serjan, Sopran (Lisa)
Larissa Diadkova, Mezzosopran (Gräfin)
Alexey Shishlyaev, Bariton (Graf Tomskij, Slatogor)
Alexey Markov, Bariton (Fürst Jeletzkij)
Oksana Volkova, Mezzosopran (Polina, Milowsor)
Vadim Zaplechny, Tenor (Tschekalinskij)
Tomasz Slawinski, Bassbariton (Surin)
Anatoli Sivko, Bass (Narumow)
Mikhail Makarov, Tenor (Tschaplitzkij)
Olga Savova, Mezzosopran (Gouvernante)
Pelageya Kurinaya, Sopran (Prilepa)

Kinderchor der Bayerischen Staatsoper
Einstudierung: Stellario Fagone
Chor des Bayerischen Rundfunks
Einstudierung: Martin Wright
Bernhard Schneider, Tenor (Festordner)
Kerstin Rosenfeldt, Sopran (Mascha)
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Dirigent: Mariss Jansons

Oktober 2014
Total time: 168’43

BR-KLASSIK 900129
3 CDs

Erhältlich im Handel und im BRshop

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