BR-KLASSIK

Inhalt

Johann Sebastian Bach Cello-Suite Nr. 5

Bachs Cellosuiten gehören unter Musikern zu den am meisten bewunderten und zugleich am intensivsten diskutierten Werken. Wie kann es angehen, fragen sich viele Interpreten, dass es einem Komponisten gelingt, auf einem einzigen Instrument alles ins Spiel zu bringen, was Musik zu bieten hat. Melodien, Farben, einzelne und scheinbar sich überlagernde Stimmen und vor allem die verschiedenen Rhythmen.

Porträt Johann Sebastian Bach | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Starke Stücke

Bach - Cello-Suite Nr. 5

Das Prélude der fünften Suite hat als einziges Vorspiel des Zyklus zwei Teile. Wie eine Opern-Ouvertüre nehmen diese das Stimmungsspektrum des Gesamtstücks vorweg. Der erste, langsame Teil bewegt sich in reich verzierten, wie improvisiert wirkenden Läufen von Akkord zu Akkord, er wirkt eher schwermütig.

Die Sarabande ist das Herzstück der Suite. Durchgehend und fraglos einstimmig spricht sich hier radikal schlicht so etwas wie Einsamkeit, Klage, Resignation aus. Freier noch als in den anderen Sätzen, geht Bach hier mit der konventionellen Tanzform um.

Die Gigue hat den Beinamen "ein Canary", spielt also auf ein Vögelchen an. Anner Bylsma fallen zu diesem Schlussstück spezielle Gedankenflüge ein. Das Publikum, so seine These, soll in diesen A Capella-Stücken mit ihrem Maximum an Freiräumen für die Fantasie ohnehin mehr als sonst in der Musik hörend mitarbeiten, ergänzen und träumen.

Musik-Info

Johann Sebastian Bach - Suite für Violoncello solo Nr. 5 c-Moll, BWV 1011

Anner Bylsma, Barock-Cello
Label: Sony Classical

Mehr Solomusik

    AV-Player