BR-KLASSIK

Inhalt

Franz Schubert Die Unvollendete

Im Herbst 1822 unterbricht Franz Schubert die Arbeit an seiner Symphonie D 759, weil ihm eine Auftragsarbeit dazwischen kommt. Fertig wurde die "Die Unvollendete" nie, was ihrem Erfolg aber keinen Abbruch tat.

Porträt Franz Schubert | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Das starke Stück

Schubert - Die Unvollendete

Kaum eine Symphonie beginnt so düster und bedrohlich, wie die Symphonie Nr. 7 von Franz Schubert. Jedes Kellergewölbe ist ein lichter Ort verglichen mit diesem Dunkel. Schuberts Siebte ist klassisches Allgemeingut, obwohl das Werk rätselhafte Klangwelten aufeinanderprallen lässt, mitunter "Wahnsinn" hörbar macht, wie auch blumige Walzerseligkeit; und obwohl sie nur zwei Sätze hat.

Nicht vollendet aus Geldmangel

Dabei wäre Schubert eine komplette Symphonie sicherlich gut bekommen, allein wegen seiner katastrophalen Finanzlage. Doch er träumte statt von vier Sätzen lieber von der großen Oper. An den befreundeten Librettisten Bauernfeld schreibt er:

"Ich kann nirgendwo hinkommen, ich habe GAR kein Geld, und es geht mir überhaupt sehr schlecht. Ich mache mir nichts draus und bin lustig. Übrigens komme sobald als möglich nach Wien. Weil man von mir eine Oper wünscht…" (Franz Schubert)

Wegen einer Oper, zu der es aber nicht kommt und der "Wanderer-Fantasie" legt er die angefangene Partitur für immer in die Schublade. Erst 37 Jahre nach Schuberts Tod erlebte die Symphonie Nr. 7 h-Moll ihre Uraufführung im Wiener Redoutensaal und feierte schon damals einen sensationellen Erfolg.

Musik-Info

Franz Schubert: Die Unvollendete. Symphonie h-Moll

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Riccardo Muti, Leitung
Eigenaufnahme

Mehr Orchestermusik

    AV-Player