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Robert Schumann Symphonie Nr. 4

Die wesentlichen Veränderungen dieser Symphonie von Robert Schumann - zehn Jahre, nachdem sie in Leipzig nicht sehr erfolgreich uraufgeführt wurde - liegen in der Veränderung des Tempos. Für den Dirigenten Heinz Holliger erklärt sich das durch Schumanns Krankheit, die den Komponisten später langsam gemacht habe.

Notenhandschrift der "Symphonie Nr. 4" - Robert Schumann | Bildquelle: picture alliance / akg-images

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Das starke Stück

Schumann - Symphonie Nr. 4

"Die Notation ist erstmal doppelt so langam. Zwei Viertel in vier Achtel, das war in der spätereren Fassung in Sechzehntel notiert; und zwar alles sehr eng und voll Tremoli. Die erste Fassung war noch sehr luftig und durchlässig, weniger Verdopplungen in den Bläsern und Liegestimmen, dazu viel mehr Charakter der sinfonischen Fantasie. Später kam dann eine Wiederholung in den ersten Satz, so dass ein Sonatensatz daraus wurde."

"Von Musikern wurde Schumanns Musik sehr geliebt. Eine Musik, die nach Innen spricht, labyrinthisch angelegt ist; die im Taumel um das d-moll besteht. Was Beethoven in seinen spätesten Quartetten angestrebt hat, das macht Schumann hier; und deshalb verstört das auch ein wenig."

Musik-Info

Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Heinz Holliger, Leitung
BR-Eigenproduktion

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