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Zum 75. Geburtstag Plácido Domingo - seine wichtigsten Rollen

"Löwe von Madrid", "König der Oper" oder "Marathonmann der Tenöre" – einige der Superlative, mit denen man die ungeheure Lebensleistung Plácido Domingos zu beschreiben versucht. Hier die zehn wichtigsten Opernpartien des großen Tenors.

Domingo als Alfredo in "La Traviata" von Verdi

Alfredo Germont in Verdis "La Traviata" war für Domingo eine Partie, mit der er nicht nur Opernbesucher und Plattenhörer, sondern auch Kinogänger begeisterte.
Rollendebüt 1961 Monterrey (Mexiko), später komplett im Studio aufgenommen unter Carlos Kleiber 1977, außerdem Kinofilm 1981.

Domingo als Cavaradossi in "Tosca" von Puccini

Keine Rolle hat Domingo auf der Bühne so oft gesungen wie Cavaradossi in Puccinis "Tosca" – einmal auch vor Filmkameras zu den originalen Tageszeiten der drei Akte und an den Originalschauplätzen in Rom.
Rollendebüt 1961 Mexiko City, später komplett im Studio aufgenommen unter Zubin Mehta 1972, unter James Levine 1980 und unter Giuseppe Sinopoli 1990. Außerdem TV-Produktion 1992.

Domingo als Don José in "Carmen" von Bizet

Den verzweifelt und vergeblich liebenden Sergeanten Don José in Bizets "Carmen" gestaltete Domingo auch darum gern, weil er spanischer Herkunft ist – wie er selbst.
Rollendebüt 1964 Tel Aviv, später komplett im Studio aufgenommen unter Georg Solti 1975 und unter Claudio Abbado 1977. Außerdem Kinofilm 1982.

Domingo als Hoffmann in "Hoffmanns Erzählungen" von Offenbach

Gleich drei verschiedene Frauen innerhalb von drei Stunden Vorstellungsdauer lieben zu dürfen, ist das Privileg Hoffmanns in Offenbachs bekanntester Oper – natürlich eine Traumrolle für Domingo.
Rollendebüt 1965 Mexiko City, später komplett im Studio aufgenommen unter Richard Bonynge 1971 und unter Seiji Ozawa 1986.

Domingo als Radames in "Aida" von Verdi

Nicht weniger als vier mal binnen zwanzig Jahren hat Domingo Verdis Radames in "Aida" komplett im Studio aufgenommen - und sich von der crème de la crème der Spitzendirigenten begleiten lassen.
Rollendebüt 1967 Hamburg, später komplett im Studio aufgenommen unter Erich Leinsdorf 1970, unter Riccardo Muti 1973, unter Claudio Abbado 1981 und unter James Levine 1990.

Domingo als Don Carlos in "Don Carlos" von Verdi

Verdis "Don Carlos" forderte die Souveränität des Sprachtalents Domingo auf Tonträger sowohl in der populären italienischen Fassung (unter Giulini) wie in der original-französischen Version (unter Abbado).
Rollendebüt 1967 Wien, später komplett im Studio aufgenommen unter Carlo Maria Giulini 1970 und unter Claudio Abbado 1984.

Domingo als Riccardo in "Ein Maskenball" von Verdi

Die Noblesse seines Temperaments konnte Domingo in kaum einer Partie so elegant ausagieren wie in Verdis "Un ballo in maschera / Ein Maskenball" als Riccardo beziehungsweise Schwedenkönig Gustav III.
Rollendebüt 1967 Berlin, später komplett im Studio aufgenommen unter Riccardo Muti 1975,  unter Claudio Abbado 1980 und unter Herbert von Karajan 1989.

Domingo als Des Grieux in "Manon Lescaut" von Puccini

Unter den Tenorhelden Puccinis, die Domingo ausnahmslos alle einstudiert hat, war auch er eine Leib- und Magenpartie: der Chevalier Des Grieux, für den eine gewisse Manon Lescaut zum Prüfstein wird.
Rollendebüt 1968 in Hartford (USA), später komplett im Studio aufgenommen unter Bruno Bartoletti 1971 und unter Giuseppe Sinopoli 1983.

Domingo als Otello in "Otello" von Verdi

Verdis Otello ist eine "mörderische" Partie, bot Domingo aber trotzdem oder deshalb Gelegenheit, sämtliche Stärken seiner charismatischen Persönlichkeit auszuspielen - auch im Fernsehen und Kino.
Rollendebüt Hamburg 1975, Paris 1976, später komplett im Studio aufgenommen unter James Levine 1978 und unter Myung-whun Chung 1993; außerdem TV-Produktion 1978 und Kinofilm 1985.

Domingo als Werther in "Werther" von Massenet

Dass Leidenschaft manchmal nur Leiden schafft, zeigte Domingo am Beispiel der "Leiden des jungen Werthers" beziehungsweise Massenets musikalischer Adaption des Briefromans Goethes.
Rollendebüt München 1977, später komplett im Studio aufgenommen unter Riccardo Chailly 1979.

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