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BR-Klassik vergibt 2023/2024 einen Operetten-Frosch Der Frosch geht an das Theater Regensburg für "Der Prinz von Schiras"

Der BR-KLASSIK - "Operetten-Frosch" 2023/24 geht an das Theater Regensburg für "Der Prinz von Schiras" von Joseph Beer. Inszeniert von Sebastian Ritschel.

Steckbrief

"Der Prinz von Schiras" von Joseph Beer am Theater Regensburg - inszeniert von Sebastian Ritschel

Los geht´s
"Happy“ bei einer Hochzeit auf dem von Bühnenbildner Kristopher Kempf genial als silbernes Geschenk verpackten Schiff mit fröhlich und wuselig tanzender Besatzung in petrolfarbenen Paillettenjackets. Noch bevor das Hauptpaar auftritt, legen Scarlett Pulwey  als kesse Nell, Matthias Störmer als charmant-gewitzter Vicomte de La Motte-Latour und Paul Kmetsch als Jimmy Winterstein auf höchstem musikalischen Unterhaltungstheater-Niveau voller Energie und Spannung los, und aus dem Graben tönt es herrlich jazzig und schillernd.

Urkunde Theater Regensburg für "Der Prinz von Schiras" | Bildquelle: © BR-KLASSIK Operetten-Boulevard Bildquelle: © BR-KLASSIK Operetten-Boulevard

Verblüffend:
…wie unverstaubt diese neunzigjährige Wiederentdeckung in Regensburg auf die Theaterbühne zurückkehrt. Immerhin ist es Joseph Beers erste Operette, die er mit erst vierundzwanzig Jahren geschrieben hat. Die große musikalische Bandbreite bietet so manche Nummer, die den Vergleich sowohl mit Werken von Emmerich Kálmán, Franz Lehár, aber auch Paul Abraham nicht scheuen müssen.

Erstaunlich:
…wie das große Ensemble des Regensburger Theaters ohne Abstriche jeder der acht sich ver- und entliebenden Hauptfiguren scharfes Profil verleiht, wie voller Hingabe in die Figuren geschlüpft wird, und wie sogar das persische Dienerpaar Fatme und Hassan in vertauschten Geschlechterrollen bestens funktioniert. Großes Lob für Fabiana Locke und Felix Rabas und dem geglückten Regieeinfall.

Herausragend:
Die sängerischen Leistungen von Carlos Moreno Pelizari als Prinz Nadir und Kirsten Labonte als Violet, sowie die ausdrucksvolle Regensburger Tanzcompany. In Gabriel Pitonis witziger und lebendiger Choreografie kommen die Tänzer*innen sowohl in Lackleder und Nieten, als auch in pinkfarbenen Cowboykostümen immer bestens rüber und beleben das Bühnengeschehen.

Mitreißend:
Die zeitlose Kraft dieser Musik, das noch immer aktuelle Potenzial dieses Werkes, die lustvoll-zeitgemäße Umsetzung mit sehr gut gesprochenen Dialogen.

Sei kein Frosch, küss ihn: Das Team vom BR-Klassik Operettenboulevard ist begeistert und gratuliert dem Theater Regensburg zu großem Operettenmut!

Inszenierung und Kostüme: Sebastian Ritschel
Bühne:
Kristopher Kempf
Musikalische Leitung:
GMD Stefan Veselka
Choreographie:
Gabriel Pitoni
Dramaturgie:
Ronny Scholz

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