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Placido Domingo dirigiert Gigantische "Aida" auf Welttournee

Plácido Domingo faltet die Arena von Verona zusammen und in Gelsenkirchen, Hamburg, München und Frankfurt wieder auseinander. Das Bühnenbild ist so riesig, dass allein dafür 90 LKW nötig sind - mehr als bei monströsen Rock-Shows.

Das spektakuläre Bühnenbild von Prof. Manfred Waba, hier aus einer AIDA-Inszenierung im Steinbruch von St. Margarethen in Österreich. | Bildquelle: © Thomas Ludwig

Bildquelle: © Thomas Ludwig

Im Jahr 1967 hatte Plácido Domingo in Hamburg zum ersten Mal die Rolle des Radames in Giuseppe Verdis "Aida" gesungen. 2017 feiert der Tenor sein 50. Bühnenjubiläum und verwirklicht einen Traum: Eine Welttournee mit ihm als Dirigenten.

Je häufiger ich diese Oper dirigiere, desto mehr erstaunt es mich, wie ich den 'Radames' überhaupt so oft singen konnte. Denn als Dirigent sehe ich die Schwierigkeiten noch viel klarer.
Plácido Domingo

Keine Oper hat Domingo bisher so oft dirigiert wie "Aida", hier war sein erstes Mal auch in Hamburg. "Je häufiger ich diese Oper dirigiere, desto mehr erstaunt es mich, wie ich den 'Radames' überhaupt so oft singen konnte. Denn als Dirigent sehe ich die sängerischen Schwierigkeiten in dieser Rolle doch noch sehr viel klarer."

Monumentaler als Ben Hur

Plácido Domingo am Dirigentenpult bei AIDA | Bildquelle: © Gàbor Boda Bildquelle: © Gàbor Boda Zwei Jahre wurde die Oper in Stadiongröße vorbereitet - aber die Tour ist auch wirklich monumental: Über 800 Beteiligte, allein ein 90-köpfiges Orchester mit 150 Chorsängern und dazu 85 Ballett-Tänzer. Statisten? Ungefähr 500.

Das ist natürlich gehörig viel Aufwand, mit dem man auch gleich einen Sandalenfilm drehen könnte. Um das riesige Freilichtbühnenbild von Manfred Waba zu transportieren sind allein 90 Lastwagen nötig - also mehr, als für die ebenfalls gigantomanischen Rock-Shows von Bands wie The Rolling Stones oder U2.

"AIDA Stadium World Tour" 2017

Ramphis - Erwin Schrott
Amonasro - Ambrogio Maestri
Aida - Kristin Lewis, Marie José Siri
Amneris - Ekaterina Gubanova, Violeta Urmana, Daniela Barcellona
Radames - Roberto Alagna, Fabio Sartori

27. Mai: Gelsenkirchen, Veltins-Arena
4. Juni: Hamburg, Volksparkstadion
5. August: München, Olympiastadion
2. September: Frankfurt, Commerzbank-Stadion

In Gelsenkirchen und München dirigiert Plácido Domingo

Der Grösse angemessene Preise?

Die regulären Eintrittspreise für den Termin im Münchner Olympiastadion am 5. August bewegen sich zwischen 41,90 und 151,90 Euro. Preise, die man von den großen Opernhäusern der Welt genau so kennt wie von riesigen Rock-Shows. Allerdings wird auch ein "Gala-VIP-Ticket" für schlappe 901,90 Euro angeboten. Mit Meet-and-Greet, eigener Betreuung durch Hostessen und kostenlosem Sitzkissen.

Weitere Informationen unter aida-domingo.com

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