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Opernfestspiele München

27. Juni bis 31. Juli 2019

"Salome" bei "Oper für alle" Strauss fegt die Regenwolken weg

"Oper für alle" ist seit Jahren Tradition in München: Tausende Zuhörer kommen auf den Münchner Max-Joseph-Platz um die kostenlose Liveübertragung aus der Staatsoper zu erleben. In diesem Jahr gab es Strauss‘ "Salome" – und zum Glück keinen Regen.

Der Max-Joseph-Platz füllt sich - Oper für alle 2019 | Bildquelle: ©Henrik Oerding

Bildquelle: ©Henrik Oerding

Während die Prinzessin Salome auf der Leinwand feststellen musste, dass sie das Geheimnis der Liebe nicht ergründen kann, merkte das Publikum davor, dass das Wetter manchmal genauso unberechenbar ist: Bei "Oper für alle" hingen gestern noch zu den ersten Tönen aus der Staatsoper dunkle Wolken über dem Münchner Max-Joseph-Platz. Und auch wenn Moderatorin Nina Eichinger versicherte, dass mehrere Meteorologen einen trockenen Abend vorhergesagt hätten – mancher Besucher hatte trotzdem vorgesorgt: mit Schirm, Umhang oder Jacke.

Ich bleibe auch wenn es regnet
Zuschauerin in der ersten Reihe

Oper für alle: Picknick gehört dazu

Kirill Petrenko dirigierte zum dritten Mal die "Oper für alle" während der Münchner Opernfestspiele. Die Festspielpremiere "Salome" von Richard Strauss wurde live aus dem Nationaltheater auf eine Leinwand auf dem Max-Joseph-Platz übertragen. Nachdem im letzten Jahr für den über fünfstündigen "Parsifal" viel Sitzfleisch gefordert war, machte es "Salome" mit gut zwei Stunden dem Publikum auf dem Kopfsteinpflaster etwas leichter. Besonders natürlich denen, die gut vorbereitet waren: Üppig gefüllte Picknickkörbe waren da zu sehen, Salate, Chips, Sekt und Wein aus Kunststoffgläsern oder auch Dosenbier.

Viel Applaus für Salome Marlis Petersen

Abendliche Stimmung am Max-Joseph-Platz - Oper für alle 2019 | Bildquelle: ©Henrik Oerding Bildquelle: ©Henrik Oerding Die Regenschirme blieben in den Taschen, irgendwann kam sogar die Sonne zwischen den Wolken wieder hervor. Zur Inszenierung von Krzysztof Warlikowski gab es auf dem Platz unterschiedliche Meinungen: "Super spannend, der Wahnsinn!", fanden die einen, andere dagegen waren weniger euphorisch: "Es gab zwar schöne Bilder, aber die Besonderheit der Inszenierung habe ich nicht verstanden", so ein Zuschauer. Einig waren sich aber alle darüber, dass die Sängerinnen und Sänger Großes geleistet hatten. Gleich nachdem die Künstler sich beim Publikum im Nationaltheater bedankt hatten, kamen sie nach draußen, um sich den Beifall der "Oper für alle"-Besucher abzuholen. Viel Applaus gab es besonders für Marlis Petersen als fantastische Salome. Zum Abschluss des Abends ließ die Staatsoper Luftballons steigen – in den nun fast wolkenlosen Himmel.

Sendung: "Allegro" am 08. Juli 2019 ab 06:05 Uhr auf BR-KLASSIK

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