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Prozess abgewendet James Levine und Met einigen sich

Der Rechtsstreit zwischen dem Dirigenten James Levine und der Metropolitan Opera New York ist vorerst beendet. Die beiden Parteien haben sich geeinigt. Eine gerichtliche Auseinandersetzung ist damit vom Tisch.

Dirigent an der MET James Levine | Bildquelle: © Marty Sohl/Metropolitan Opera

Bildquelle: © Marty Sohl/Metropolitan Opera

Wie die New York Times berichtet, wurde der Rechtsstreit nun beigelegt. Es zeichnete sich ab, dass Levines Kündigung nicht vertragsgemäß war. Mit ihren Vorwürfen hatte die Met aber offenbar Recht: Es ging um sexuellen Missbrauch. James Levine kam mit seiner Verleumdungsklage gegen das Opernhaus nicht durch. Ob bei der Einigung Geld geflossen ist, wollten die Anwälte beider Parteien nicht bekannt geben. Zu einem Gerichtsprozess zwischen der Metropolitan Opera und James Levine wird es nun also nicht mehr kommen. Noch nicht entschieden ist, wie es juristisch zwischen Levine und seinen mutmaßlichen Opfern weitergeht.

Kommentar zum Fall Levine

Lesen Sie hier unseren Kommentar zum Fall Levine anlässlich seines 75. Geburtstags 2018.

Kündigung nach Vorwürfen

Vor zwei Jahren war in der New York Times ein Artikel erschienen, in dem mehrere Männer aussagten, James Levine habe sie als Teenager sexuell missbraucht. Levine, der damals noch bei der Met als Conductor Emeritus unter Vertrag war, leugnete die Anschuldigungen. Die Met recherchierte daraufhin auf eigene Faust. Sie bestätigte, dass Levine über Jahrzehnte junge Künstler unter Druck gesetzt und sexuell ausgenutzt habe und kündigte dem Dirigenten im März 2018.

Verleumdungsklage Levines

Levine wollte das nicht auf sich sitzen lassen und verklagte die Met auf 5,8 Millionen US-Dollar. Mit der Begründung, sie habe ihn verleumdet – außerdem sei in seinem Vertrag nicht vermerkt gewesen, dass unangemessenes Benehmen ein Kündigungsgrund sei. Die Oper wiederum verklagte den Dirigenten ebenfalls auf rund 5,8 Millionen US-Dollar, weil er seine Pflichten verletzt und dem Opernhaus nachhaltig geschadet habe.

Sendung: "Leporello" am 07. August 2019 ab 16.05 Uhr auf BR-KLASSIK

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