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Homophobe Äußerungen René Pape entschuldigt sich

René Pape veröffentlicht eine Entschuldigung und Erklärung in den sozialen Netzwerken. Tags zuvor hatte der Sänger sich negativ über die Feierlichkeiten zur New Yorker Pride Parade an der Met geäußert.

Der Sänger René Pape live im Konzert 2017. | Bildquelle: picture alliance / Roman Vondrous/CTK/dpa | Roman Vondrous

Bildquelle: picture alliance / Roman Vondrous/CTK/dpa | Roman Vondrous

Einen Tag nach seinen homophoben Kommentaren auf Facebook, hat René Pape selbst dazu Stellung genommen und sich entschuldigt. "Es tut mir zutiefst leid, wieviel Schmerz ich vielen Menschen durch meine Kommentare auf Facebook verursacht habe", schrieb der Sänger in der vergangenen Nacht auf seiner Facebookseite. Dies sei nicht zu entschuldigen. Er habe versucht, ein Statement zu den für sein Gefühl "manchmal performativen Aktionen von Opernhäusern zu machen" und stattdessen aber "schlecht formulierte Aussagen" verfasst, die mit "Hass für eine Community erfüllt" seien, die ihm viel Liebe und Unterstützung entgegengebracht habe. Für die LGBTQIA+ Community empfinde er selbst nur Liebe und Respekt.

René Pape kämpft mit Alkoholkrankheit und Depression

In einem zweiten Absatz erwähnt Pape seine Kindheit und Jugend in der DDR: "Hass und Zwietracht waren die Feuer, die in jener Zeit durch einen Überwachungsstaat angefacht wurden. Ich bin im Schatten dessen aufgewachsen und mein Hinterfragen der Handlungen und Motive anderer kommt aus einem dunklen Teil meiner selbst, auf den ich nicht im Geringsten stolz bin." Des Weiteren erklärt er, er sei Alkoholiker und kämpfe mit Depressionen: "Ich ringe immer wieder mit einem Dämon, der das Schlimmste in mir zum Vorschein bringt." Dennoch sei das keine Entschuldigung. "Ich werde mich diesen Sommer auf meine Gesundheit fokussieren, nicht nur für mich selbst, sondern auch, um in Zukunft für alle anderen ein besserer Mensch sein zu können", erklärt René Pape abschließend. Die Reaktionen der Userinnen und User auf Facebook zu Papes Stellungnahme fallen größtenteils positiv aus und zeigen Annerkennung.

Sendung: "Allegro" am 6. Juli ab 6:05 Uhr auf BR-KLASSIK

Kommentare (4)

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Freitag, 08.Juli, 00:13 Uhr

Felix

LGBTQIA+-Beleidigung

Ich finde es auch etwas wohlfeil, nun wieder zurückzurudern, und nach einer wirklich verletzenden Beleidigung nun wieder auf verständnisvollen Respekt zu hoffen und damit alles glätten zu wollen.
Leider kommt diese Respektlosigkeit gegenüber Andersliebenden immer öfter zum Vorschein. Und dann wird schnell wieder um Entschuldigung gebeten.

Donnerstag, 07.Juli, 16:54 Uhr

Roberto

Entschuldigung

Herr Pape hat die LGBT* Community beleidigt
Insofern kann nur jeder Einzelne der Community entscheiden, wie er damit umgeht.
Insofern ist die Aussage zu den User*innen auf fb zu undifferenziert. Wer nicht betroffen ist, kann leicht verzeihen.

Donnerstag, 07.Juli, 16:23 Uhr

MÜLLER ANNE-MAFRIE

PAPE RENE

Ich finde, daß Herr Pape jeden Respekt und Anerkennung für seine großartige
künstlerische Leistung verdient und es gehört viel Mut zu den von ihm getätigten
Äußerungen bezüglich seiner Offenlegung und Entschuldigung. Meine Freude
über seine Mitwirkung in Opern und seinem herrlichen Bassbariton wird keinesfalls
geschmälert sein. Ich wünsche ihm viel Kraft und volle Gesundheit.eins1

Mittwoch, 06.Juli, 12:12 Uhr

Dirk Immich

Rene PAPE

Respekt für die Entschuldigung!
....ich war schon schockiert und wütend über die homophoben Auslassungen,
eines, wie ich dachte, intelligenten Sängers...

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