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Bayreuther Festspiele Schwindendes Interesse - Wagner wehrt sich gegen Kritik

Die Bayreuther Festspiele sind noch nicht ausverkauft. Für fast alle Vorstellungen gibt es noch Karten. Der ehemalige Wiener Staatsoperndirektor Ioan Holender will darin den drohenden Untergang der Oper sehen. Katharina Wagner hingegen sieht in den Kontroversen eine Bayreuther Tradition.

ARCHIV - 25.07.2022, Bayern, Bayreuth: Der rote Teppich wird für die Eröffnung der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele, vor dem Festspielhaus auf dem Grünen Hügel befestigt. (Illustration zu dpa: "Ums Publikum werben? neue Zeiten für die Bayreuther Festspiele") Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bildquelle: dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Bildquelle: dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Karten für Bayreuth – das war früher Trophäe und Vorfreude in einem. Überhaupt Karten zu bekommen, war schwierig. Der Mythos Bayreuth wurde auch durch diese Exklusivität genährt. 1974 Plätze hat das Festspielhaus. Die waren für die einzelnen Vorstellungen meist für Jahre im Voraus ausverkauft. Dabei zu sein? Das hatte auch immer mit Glück oder mit Status zu tun. Zur besonderen Sache wurde der Vorstellungsbesuch so in jedem Fall.

Ein Bayreuth-Besuch sogar spontan möglich

Eine besondere Sache ist ein Bayreuth-Besuch auch im Jahr 2023 noch. Nur ist die Möglichkeit eines Besuchs greifbarer und auch spontan verfügbar geworden – auch für diejenigen, die einen solchen Besuch nicht schon drei Jahre im Vorfeld geplant haben. Bayreuth ist im Sommer 2023 nicht ausverkauft. Zumindest nicht komplett. Und für Bayreuther Verhältnisse liegt darin schon ein gewisses eigenes Drama.

Die nicht ausverkauften Bayreuther Festspiele sind und sollen eine Warnung sein für alle Operntheater.
Ioan Holender

Ioan Holender (ehem. Direktor der Wiener Staatsoper). | Bildquelle: BR/BR Ioan Holender. | Bildquelle: BR/BR Ioan Holender, der als langjähriger Direktor der Wiener Staatsoper eine rückwärtsgewandte Bühnensprache konservierte, greift in einem Kommentar für "Die Presse" die Bayreuther Festspiele scharf an. Eine Warnung sei das, nicht nur für Festspielleiterin Katharina Wagner, sondern auch "für alle jene Operntheater weltweit, welche die Musik und die Vorlage – das Libretto –, auf deren Grundlage die Musik komponiert wurde, vernachlässigen, verändern, verachten und, man glaubt es nicht, öfters auch nicht kennen." Er fragt sogar mit apokalyptischem Unterton und ohne Zahlen oder Belege, ob das schwindende Interesse an Bayreuth nicht ein "Zeichen für das bevorstehende weltweite Ende der Oper sei".

Liegt es an "fragwürdigen Dirigenten"?

Sehr explizit wirft Ioan Holender der Bayreuther Festspielleitung vor, nicht mehr auf künstlerische Qualität zu setzen. Er bemängelt "fragwürdige Dirigenten" sowie "schlechte Sängerbesetzungen und unverständliche optische Wiedergaben der von den jeweiligen Regisseuren erfundenen Geschichten". Das zahlende Publikum habe Bayreuth deshalb öfter verärgert verlassen. Dass es in Folge nun seine Karten für die Wagner-Festspiele nicht mehr Jahre im Vorfeld sichere, sei – laut Holender – der Preis dafür.

Katharina Wagner äußert Unverständnis für die Kritik

Katharina Wagner äußert gegenüber BR-KLASSIK Unverständnis für die Kritik Holenders. Man nehme Kritik zwar selbstverständlich ernst, so Wagner in einer schriftlichen Reaktion, doch welche der in Bayreuth engagierten Sängerinnen und Sänger dem Anspruch nicht zu genügen scheinen, wisse sie nicht. Sie stellt sich hinter den Bayreuther Cast, "gerade weil wir, mit Verlaub, aktuell die besten Wagner Sängerinnen und Sänger bei uns vereinen", so Wagner wörtlich.

Nur zwei Stücke ausverkauft, Kartenbeschränkung gelockert

Tatsächlich zeigt die Karten-Ampel auf der Homepage der Bayreuther Festspiele nur für den "Parsifal" (die diesjährige Festspielpremiere, eine Augmented Reality Inszenierung von Jay Scheib) und Roland Schwabs letztjährige "Tristan"-Neuinszenierung rot. Alle anderen Werke stehen auf gelb – es sind also, Stand jetzt, drei Wochen vor Festspielbeginn, noch Karten verfügbar (Stand: 3. Juli, 10:30 Uhr). Man habe Rückläufer aus Dienstkartenkontigenten und dem neu eingeführten Jugendkartenkontigent "Wagner for Starters" neu eingestellt, daher die Verfügbarkeit, heißt es aus Bayreuth, wo man sich zuversichtlich zeigt, dass sich die übrigen Karten bald verkaufen werden. Doch auch dort beobachte man: Das Kaufverhalten sei insgesamt kurzfristiger geworden. Ein Trend, von dem seit Corona fast alle Kulturveranstalter berichten. Erwerben kann man bis zu 32 Karten, acht pro Werk. Ungemein großzügig, verglichen mit der Beschränkung auf zwei Karten pro Person, bzw. 16 Karten pro Person, vier pro Werk, die in der Vergangenheit galten, und heuer nur noch für die unteren Preiskategorien (G1 bis G4) gilt.

Scharfe Kritik am Regietheater

Drohnenaufnahme vom Bayreuther Festspielhaus. | Bildquelle: BR/Markus Konvalin Das Bayreuther Festspielhaus. | Bildquelle: BR/Markus Konvalin Ioan Holender leitet aus diesen für Katharina Wagner zweifellos sehr unerfreulichen Fakten grundsätzliche Kritik ab. Zu seiner Zeit als Wiener Staatsoperndirektor (von 1992 bis 2010) sei ein Engagement in Bayreuth für Sänger:innen und Dirigent:innen die "höchste Auszeichnung" gewesen. Unter Wolfgang Wagner habe die Opernwelt Regisseure wie Götz Friedrich, Patrice Chéreau oder Harry Kupfer kennengelernt. Das sogenannte Regietheater kritisiert er hingegen scharf – und macht es mit verantwortlich für das schwindende Interesse an Bayreuth. Allerdings wurde an den von Holender genannten Regisseuren seinerzeit mehr oder weniger die gleiche Kritik geübt. Auch der Untergang der Kunstform Oper wird schon recht lange prophezeit.

Der Werkstattcharakter ist wichtig für Katharina Wagner

Katharina Wagner Wagner verteidigt den neuen Blick auf die Werke. Außerdem zeichne die "Vielfalt an Regisseuren und deren unterschiedliche Regiehandschriften" Bayreuth seit jeher aus. Die Inszenierungen sollen "unterhalten, zum Nachdenken anregen und auch neue Sichtweisen auf die jeweiligen Werke zulassen", erklärt sie schriftlich gegenüber BR-KLASSIK. Konstrovers aufgenommene Inszenierungen seien in Bayreuth nichts Neues, der "Werkstattgedanke" stehe für Wagner im Vordegrund, hier "werden Produktionen über die Jahre hinweg erweitert und überarbeitet, auch dies führt nicht selten zu sich verändernden Rezensionen", so Wagner weiter.

Die Inszenierungen sollen unterhalten, zum Nachdenken anregen und auch neue Sichtweisen auf die jeweiligen Werke zulassen.
Katharina Wagner

Klicktipp

Lesen Sie hier den BR-KLASSIK-Kommentar: "Das Regietheater hat die Oper gerettet" von Bernhard Neuhoff.

Ist der nachlassene Kartenverkauf also wirklich "das Ende" – wie es Holender mit den Worten Wotans apokalyptisch formuliert? Denn andererseits bauen sich durch die neue Verfügbarkeit von Karten auch Hürden für den Besuch der Bayreuther Festspiele ab. Sicher ist, dass sich das Publikum in Bayreuth verändert hat, auch in seiner Zusammensetzung. Zusätzlich hatten die Festspiele im Mai mit "Wagner for Starters" ein Jugendkartenkontigent vorgestellt – Menschen unter 25 Jahren konnten hier vergünstigte Karten erwerben.

Sendung: "Allegro" am 4. Juli 2023 um 06:05 Uhr auf BR-KLASSIK

Kommentare (28)

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Montag, 10.Juli, 06:00 Uhr

Dirk Borutta

Festspiele Bayreuth

Wie heißt es so schön-Man muss sich immer wieder NEU erfinden-
Ich fahre zu den Festspielen nur wegen der Musik.
Auch finde ich es gut wenn die Festspiele ein wenig Entzaubert werden.

Freitag, 07.Juli, 23:12 Uhr

Walter Lange

Kritik Holender

Minimalistische und symbolische Inszenierungen, die jegliche offen naturalistischen Anklänge meiden, sind halt nicht jedermanns Sache. Wie schon Wieland Wagner richtig erkannt hatte : Nichts darf zwischen die Musik und das Publikum kommen.

Donnerstag, 06.Juli, 11:54 Uhr

AndreasP

Preise

Ich war früher einige Male dort, es war gutes Großstadttheaterniveau, nicht viel mehr, dazu diese ganzen unangenehmen Tunnelbluck-Wagnerianer imPublikum. Mir ist es schlichtweg viel zu teuer heute. Wirkliche Opernfreunde gehen heutzutage woandershin, mir interessanterem Repertoire, und Experimenten mit alten Instrumemten z. B.

Mittwoch, 05.Juli, 22:21 Uhr

Ragnar Danneskjoeld

Die Konkurrenz ist oftmals besser

Wenn ich an der Staatsoper Berlin Thielemann, Volle und Kampe für einen Bruchteil der Bayreuther Preise haben kann - warum sollte ich dann auf den Grünen Hügel fahren und mich mit Meister, Konieczny und Theorin/Köhler abfinden?
Zumal ich in Bayreuth i.d.R. vorab (Presse) weiß, welche Produktionen ich besser auslasse, weil sie mir nicht gefallen.

Mittwoch, 05.Juli, 19:43 Uhr

Stefan Baumann

Gesellschaft im Wandel?!

Ich versuche einen sachlichen Kommentar: viele ältere bis alte Besucher sind in den letzten Jahren ganz einfach gestorben oder zu gebrechlich, um das Abenteuer Bayreuth in Angriff nehmen zu können. Das kulturelle Interesse der Gesellschaft richtet sich evtl. auch verstärkt auf "König der Löwen" oder Helene Fischer und ob 24jährige Syrer das Publikum der Zukunft sein werden bleibt abzuwarten. Das ist meine unwissenschaftliche und unmaßgebliche Analyse aber ich glaube, dass ich nicht ganz falsch liege. Joachim Kaiser hat einmal sinngemäß gesagt: "irgendwann wird es in Deutschland nur noch 100 Menschen geben, für die die Matthäus-Passion lebensnotwendig ist". Wir sind auf dem Weg dahin.

Mittwoch, 05.Juli, 13:06 Uhr

Gerald Bast

Holender Kritik

So unrecht hat Holender nicht mit seiner Kritik. Man flüchtet sich bald in konzertante Aufführungen. Niemand will Flügelhelme oder Rüstungen und Felle. Aber niemand will auch die Verfälschungen, Ergänzungen und Umdeutungen der Story, wie das in der aktuellen Holländer- Inszenierung und im aktuellen Ring geschieht. Eine Schere zwischen Optik und Akkustik entsteht. Nicht nur in Bayreuth. Kürzlich hab ich die Gräfin von Gerolstein gesehen. Da verfrachtet man die Handlung in eine Bibliothek. Singt aber vom Soldatentum.

Mittwoch, 05.Juli, 11:13 Uhr

Nele W.

Die Ursachen können mannigfaltig sein. Wer Wagner liebt und die verschiedenen Möglichkeiten der künstlerischen Interpretation schätzt, geht hin. Ansonsten könnte man auch schwindendes Interesse unterstellen oder den Zeitgeist bemühen. Der sich bekanntlich immer mal ändert.

Mittwoch, 05.Juli, 08:50 Uhr

Bernd Fischer

Leider wegen der verwendeten Gendersprache ein unlesbarer Artikel.

Mittwoch, 05.Juli, 05:53 Uhr

Martina Pauline

Kritik Holender

Auch Holender hat in den letzten Jahren seiner Leitung in der Staatsoper Inszenierungen zugelassen(zB Konwitschny Don Carlos) wobei diese auch ", erfundene Geschichten" darstellten und mit dem Inhalt der Oper nichts zu tun hatte! Auch waren gewisse Sänger Besetzungen nicht die, die den Anspruch für eine erstklassige Staatsoper selbstverständlich gewesen wären. Soviel zur Kritik Holender!

Dienstag, 04.Juli, 19:47 Uhr

Dorfrichter Adam

Bayreuth

Zunächst: Ich gehe seit 2012 jährlich (mit der pandemiebedingten Unterbrechung 2020) zu den Festspielen, und ich musste noch nie meine Besuche jahrelang planen.

Aber zum Thema: Die Verteufelung des pöhsen Regietheaters langweilt mich inzwischen. Ich habe in Bayreuth hervorragende Inszenierungen erlebt, die diesem Regietheater zuzurechnen sind (Tristan von K. Wagner, Tannhäuser von Kratzer), ebenso wie solche, die mich - diplomatisch ausgedrückt - nicht angesprochen haben (Ring von Castorf, Holländer von Tschernjakow). Jedenfalls wäre mir ein Bayreuth ohne dieses Regietheater zu fad, manchmal geht halt etwas daneben, und dann stimme auch ich mit den Füßen ab (dieses Jahr hätte ein Holländer zwischen Tristan und Parsifal gepasst, aber ein drittes Mal tue ich mir den nicht an). Insgesamt scheinen heuer Karten für die Inszenierungen, die auch bei der Kritik durchgefallen sind, schlecht verkäuflich zu sein.

Also: Regietheater - ja bitte, aber gutes!

Dienstag, 04.Juli, 18:04 Uhr

Ulf Kenklies

Kritik Hollender

Ich kann dem nur beistimmen. Seit den 70-Jahren war ich sehr oft in den Generalproben. Törichte Inszenierzungen und mittelmäßige Sänger sind des Hauses unwürdig. Aber wenn das Charisma erst mal beschädigt ist. kann man auch kaum einen Nachwuchs mehr begeistern. Dabei habe ich in kleineren Theatern wunderbare Inszenierzungen gesehen, intelligent und sehenswert. Von Minden bis Schwerin - dort einst eine beispiellose Inszenierung der "Meistersinger". Das müßte für Bayreuth wieder zusammengeführt werden: hervorragende Sänger und kluge, nicht gewollt provozierende Inszenierungen. Das Ergebnis habt ihr ja...

Dienstag, 04.Juli, 18:04 Uhr

Schadland

Auch der Tannhäuser ist ausverkauft.
Das viele gelb dürfte einfach daher rühren, dass Bayreuth letztes Wochenende auch den Erwerb einzelner Ring-Tickets geöffnet hat.
Es gab offenbar nich genügend Menschen, die für den Ärger über eine Misslungene Inzenierung 1500 Euro ausgeben wollten.
Die sonstigen Aufführungen sind jedoch gefragt, insofern ist die Fundamentalkritik kaum gerechtfertigt.

Dienstag, 04.Juli, 17:14 Uhr

Manuel Friedrich

Entsetzliche Publikumsreaktion

Ich war noch nie bei den Bayreuther Festspielen, was einerseits an der schlechten Verfügbarkeit von Karten lag, aber andererseits haben mich auch die sehr hohen Preise abgeschreckt. Trotzdem besuche ich sehr gerne Wagner-Opern und insbesondere den Ring, den ich schon in 15 verschiedenen Aufführungen erleben durfte.

Was mich aber wirklich entsetzt hat, als ich die TV-Aufzeichnung der letztjährigen Götterdämmerung gesehen habe, war die Publikumsreaktion. Gerade nach dem Abschluss des Rings sollten alle Besucher:innen die Chance haben, dem letzten verklingenden Ton nachzuhören und das Gesehene und Gehörte auf sich wirken zu lassen und kurz zu reflektieren. Stattdessen zerstören die Publikumsreaktionen noch quasi in das Verklingen hinein dieses Innehalten. Ich kann ja verstehen, dass die Inszenierung nicht allen gefällt, aber diese Krakeeler können sich anscheinend nicht vorstellen, dass es auch Menschen gibt, die an dem Dargebotenen großen Gefallen finden können.

Dienstag, 04.Juli, 17:14 Uhr

E.Tanterl

Bayreuth

Jonas Kaufmanns Leitung in Erl wird diesen Abwärtstrend endgültig besiegeln.

Dienstag, 04.Juli, 16:44 Uhr

Daniel

Kritik Holender

Holenders Kritik ist im Kern berechtigt. Mäßige weil im Konzept nicht schlüssige Inszenierungen, mäßige Besetzungen bei hohem Preisniveau und relativ schwierig zu erwerbenden Karten, all das hat mein Interesse an den Wagner-Festspielen schon lange erlöschen lassen. Wozu die Mühe, wenn man anderenorts besseres Niveau erleben kann?

Dienstag, 04.Juli, 14:33 Uhr

Peter Gätzschmann

Noch Karten in Bayreuth zu haben!

Chereau und Kupfer wurden auch kritisiert, ja! Aber keine Inszenierung dieser Legenden war auch nur ansatzweise so weot entfernt vom Original, wie es sehr viele heutige Darstellungen sind! Damals ist auch der Kartrnverkauf nicht zurückgegangen! Das Problem ist tatsächlich die Ignoranz von Theaterleitern wie Frau Wagner und der Presse (ja, auch der BR!), die es nicht akzeptieren wollen,dass die Verärgerung eines Großteils des Publikums sehr wohl auf die völlig verunstaltenden Inszenierungen zurückzuführen ist! Macht neue Werke und "pflegt" die Alten! Das muss kein Museum sein! Aber die "bösen, frauenfeindlichen" Gralsritter hat man inzwischen zur Genüge gesehen und die Nase voll von der dadurch entstehenden Entwertung und im besten Fall noch Persiflierung der Musik! Der aktuelle Bayreuther Tristan macht das nicht, der Parsifal lässt zumindest hoffen ! Erkennt endlich das Problem und zeigt den jungen Leuten auch endlichxwiederceinen strahlenden Schwanenritter!

Dienstag, 04.Juli, 13:18 Uhr

Adele 1

Kritik Holender

Holender hat in seiner letzten Zeit ebenso fragwürdige Regisseure engagiert wie zB Konwitschny(Don Carlos) . Bei diesem Regisseur waren es ebenso erfundene Geschichten, die mit der Oper nichts mehr zu tun hatte! Auch gab es vom Publikum heftige Reaktionen! Und bezgl Sänger Besetzung hatte Wien genauso welche, die nicht der 1.Garde angehörten.
Also soviel zu seiner Kritik an Bayreuth ?

Dienstag, 04.Juli, 13:03 Uhr

Stefanie Frindt

Als Opernfan bin ich wieder über fragwürdige "neumodische" Inszenierungen entsetzt und vergrault worden. ( die letztjährige Götterdämmerung-Inszenierung hat mich überhaupt nicht "abgeholt"... da tun einem die Sänger schon leid)...Ich überlege mir immer mehr, ob sich ein Opernbesuch aufgrund der Inszenierung lohnt. Warum nicht mal wieder altwürdige, der tollen Musik entsprechend, Inszenierungen mit ansprechenden Bühnenbildern und Kostümen. Denn ein Opernbesuch ist nicht nur hören, dazu gehört auch das Sehen, das Gesamtbild... glaube auch dass viele Sänger dabei mehr Freude hätten...
Dann wird der Opernbesuch auch wieder zum Erlebnis.

Dienstag, 04.Juli, 12:40 Uhr

HEIN:RICH

Wind von vorne !!

Ich schließe mich allen Ausführungen an. Auch ich habe mir Stundenlang die Beine in den Bauch gestanden um die ersehnte Karte (n) zu erhalten. Wen wundert's das bei heutigen künstlerisch inkompetenten Dirigenten und dadurch teilweisem Sängergebrüll immer mehr Opernliebhaber zurückziehen. Ich betrachte mich als- Götz Friedrich - Zögling und habe Großteile seiner Inszenierungen und die dazu gehörigen Sänger und Dirigenten in sehr guter Erinnerung, sodaß ich heute lieber eine
gute Aufnahme vor einem live Opernbesuch vorziehe. Von dem teilweise erschreckend
niveaulosen Publikum ganz zu schweigen.

Dienstag, 04.Juli, 10:35 Uhr

Prof. Dr. Hagen von Briesen

Bayreuther Flaute

Also, ich sehe in den Tendenzen in Bayreuth weniger den von Herrn Holender prophezeiten Untergang der Oper an sich, sondern eher die gerechte Reaktion des Publikums auf die Qualität, die ihnen in Bayreuth geboten wird: mit zweitklassige Dirigenten, unerfahrenen Regisseuren und vor allem völlig überforderten Sängern kann man das Publikum bei den mittlerweile horrenden Preisen, die verlangt werden nicht herbeilocken. Außerdem stellen die akustischen Anforderungen und Besonderheiten in Bayreuth eine große Herausforderung für Orchester und Sänger dar, die nur bewältigt werden, wenn man dort viel Erfahrung gesammelt hat.
Also hier ist noch sehr viel Luft nach oben und dann kommt das Publikum auch wieder mit Enthusiasmus wie früher.

Dienstag, 04.Juli, 10:35 Uhr

Andersohn

Bayreuth

Erstklassig sind Orchester und Chor. Alles andere ist
unprofessionell, und daran wird sich nichts mehr ändern.

Dienstag, 04.Juli, 10:21 Uhr

Joachim Werra

Bayreuther Festspiele

Wagners Werke haben sowas wie eine augmented reality keinesfalls nötig!
Das Publikum will werkgerechte Inszenierungen, wie z. B. der 2018 und 2019 gespielte Parsifal durch den Wiesbadener Regisseur Uwe Laufenberg.

Dienstag, 04.Juli, 09:56 Uhr

Tim Theo Tinn

Auslastung Münchner Staatsoper

Auch die Festspiele in München haben erschreckend schüttere Auslastungszahlen - auch das muss defizitärer Inszenierungsqualtiät zugeschrieben werden.
s, ggf. "Mainstream + Usus + Affektives"

Dienstag, 04.Juli, 07:00 Uhr

Musikus

Rache des Publikums

Herr Holender hat recht. Mit dem schwindenden Interesse an verunstalteten Opernwerken rächt sich nun das Publikum.

Dienstag, 04.Juli, 06:26 Uhr

Stefan Günther

Schwindendes Publikumsinteresse Bayreuther Festspi

Ich kann Herrn Holender nur beipflichten. Ich war früher auch begeisterter Opernliebhaber, war oft in Bayreuth und hatte mehrere Opernabos in Opernhäuser meiner Region. Als das Regietheater aufkam und immer mehr Produktionen zur Bühne von Skandalregisseuren wurden, habe ich Bayreuth nie mehr besucht und alle Opernabos in meiner Region gekündigt. Seitdem habe ich mein Interesse stattdessen auf klassische Konzerte gelenkt und habe dort nun 6 Abonnements.
Ich habe von fast allen meinen Bakannten ähnliche Reaktionen erlebt.

Montag, 03.Juli, 22:09 Uhr

Opernliebhaber

Herr Holender spricht aus, was für 99% der Opernliebhaber und Darsteller seit Jahren eine Selbstverständlichkeit ist. Nur der kleine in sich isolierte Kreis der Intendanten, Dramaturgen, Kritiker, usw. hat es anscheinend noch nicht verstanden.

Montag, 03.Juli, 20:19 Uhr

Alexander Crößmann

Das man versucht ein Werk zu interpretieren ist ja selbstverständlich.Aber wenn das Stück nicht mehr stattfindet die Handlung willkürlich wird und vom Text völlig entfremdet ist. Dazu dann Sänger hat,die optisch passen aber musikalisch nicht erste Wahl sind.Dann Ist die Oper da absurdum geführt und zu Recht dem Untergang geweiht außer in einem Nischendasein.
Menschen standen Tage lang an um tolle Sänger und Dirigenten zu erleben weil durch die Interpreten Gänsehautmomente entstanden sind.
Ich habe noch von keiner Regiearbeit gehört in den letzten Jahren die auch nur annähernd Ähnliches bewirkt hätte.

Montag, 03.Juli, 19:09 Uhr

Siegfried Metzger

Das wundert mich überhaupt nicht mehr.....

.......dass inzwischen immer mehr leidenschaftliche Opernfans mit den Füßen abstimmen und sich diesem unsäglichen Regietheater-Quark verweigern und den Aufführungen fernbleiben. Auch für die diesjährigen Münchner Opernfestspiele gibt es bis auf wenige Ausnahmen für fast alle Aufführungen noch Karten in allen Preiskategorien. Weiter so !!!

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