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Mittwoch, 28.10.2020

19:00 bis 19:30 Uhr

BR Fernsehen

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Kirchenkonzert | Bildquelle: BR Fernsehen

Bildquelle: BR Fernsehen

STATIONEN

Bar statt Altar - Wie alte Kirchen neu genutzt werden

Religion erleben – der Name "STATIONEN" ist Programm. Ob Stationen einer persönlichen Entwicklung oder Stationen des Kirchenjahrs, die Feste der Religionen oder Stationen des Lebens: Es wird gefragt, wie Menschen denken und glauben. Religion soll (mit) zu erleben sein, um die eigene Orientierung in einer komplizierten Welt zu finden.

Mitwirkende

 
Moderation Irene Esmann
Redaktion Andrea Kammhuber
Wo einst der Altar stand, steht jetzt die Bar. Die Gäste können im Restaurant Glück und Seligkeit in Bielefeld einen Tisch im Seitenschiff reservieren oder im Chorraum. Die neugotische evangelische Martinikirche hat sich in ein Event-Lokal verwandelt. In Hannover haben in der früheren Gerhard-Uhlhorn-Kirche Studenten eine Bleibe gefunden. Da die Zahl der Katholiken und Protestanten in Deutschland schrumpft, die Betriebskosten der Gebäude oft hoch sind, müssen sich die Kirchen auch von einigen Kirchenbauten trennen. Seit dem Jahr 2000 hat die Katholische Kirche in Deutschland rund 540 Kirchengebäude und Kapellen aufgegeben, die Evangelische Kirche zwischen 1990 und 2015 etwa 710 Kirchenbauten. Einige wurden abgerissen, andere verkauft oder einer anderweitigen Nutzung zugeführt.

Während man in Holland und Belgien schon länger in Kirchen klettern, Fußballspielen, übernachten, shoppen oder Party feiern kann, versuchen die Kirchen in Deutschland behutsam, eine "angemessene" Weiternutzung für alte Kirchen zu finden. In "STATIONEN" werden einige interessante Projekte vorgestellt. Dabei wird auch hinterfragt, wo die Grenzen der Umnutzung liegen. Darf eine Kirche zum Party- oder Konsumtempel werden?

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