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Freitag, 23.02.2018

20:05 bis 22:00 Uhr

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Schlagzeuger Martin Grubinger | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Live aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz - Surround Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks

Leitung: Paul Daniel

Ein Abend der klanglichen Ekstasen erwartet das Publikum, wenn der britische Dirigent Paul Daniel zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zurückkehrt. Mit "La mer" präsentiert Daniel eines der farbenprächtigsten Werke von Claude Debussy, dessen Todestag sich 2018 zum 100. Mal jährt. Dem Komponisten ging es in seinen "Drei sinfonischen Skizzen" über das Meer nicht um naturalistische Tonmalerei, vielmehr wollte er die Naturelemente in ihrem Stimmungsgehalt, ihrer Unermesslichkeit und Urgewalt einfangen. Nahtlos schließt der impressionistische Beginn der vierten Symphonie von dem russischen Klangpionier Alexander Skrjabin daran an - eher eine Tondichtung, die ihrem Titel "Le poème de l'exstase" alle Ehre macht. In riesenhafter Orchesterbesetzung entwickelt der Synästhetiker Skrjabin aus mystischen Urgründen eine finale Explosion von Licht und Farbe, die nach seinen Worten "die ganze Welt überfluten" soll. Und für einen Klangrausch besonderer Art sorgt Star-Perkussionist Martin Grubinger, wenn er den spannenden Abend mit einem Schlagzeug-Konzert des finnischen Altmeisters Kalevi Aho eröffnet. Der geheimnisvolle Titel "Sieidi" bezeichnet eine Kultstätte der Samen in Lappland, und wie ein Ritual wirkt auch Ahos Musik. Der Komponist mischt sphärische Klänge mit arabischen Rhythmen und heftigen Pulsationen - einmal mehr ein brillanter Kraftakt für das Energiebündel Martin Grubinger.

Solist: Martin Grubinger, Schlagzeug
Kalevi Aho: "Sieidi", Konzert für Schlagzeug und Orchester; Claude Debussy: "La mer"; Alexander Skrjabin: Symphonie Nr. 4 - "Le poème de l'extase"

Dazwischen:
PausenZeichen *
Falk Häfner im Gespräch mit Martin Grubinger und Paul Daniel
* Als Podcast verfügbar

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