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Sonntag, 31.03.2019

12:05 bis 13:00 Uhr

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Straßenschild | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Aus dem Studio Franken Tafel-Confect

Am Mikrofon: Dirk Kruse

Musik vom Mittelalter bis Mozart, frisch zubereitet und mundgerecht serviert. Dazu Kostproben aus der CD der Woche. Und für die Wissenshungrigen ein Stichwort aus dem Alte-Musik-Lexikon. Das Tafel-Confect ist der Treffpunkt der Originalklang-Szene – übrigens schon seit 1952.

Starke Kontraste sind das Salz in der musikalischen Suppe. Ob heiß und kalt, hart und weich - erst wenn die Gegensätze aufeinanderprallen, kracht es richtig in der Musik. Damit der sonntägliche Schweinebraten nicht zu fade schmeckt, würzen wir das Ganze im Tafel-Confect mit kontrastreicher Kost: Die Heißverliebte verbrennt sich bei Johann Philipp Krieger die Finger, während John Playfords Musik vor Kälte zittert. Aber auch innerhalb eines Werkes sorgen die Gegensätze für Spannung. Giovanni Gabrieli etwa kostet die dynamischen Kontraste in seiner Sonata pian’e forte voll aus, Marin Marais nannte eines seiner Gambenstücke „Le Contraste“ und Carlo Tessarini veröffentlichte 1748 gar mehrere Concerti grossi unter dem Titel „Contrasto armonico“.

Carlo Tessarini: Contrasto primo D-Dur, Introducione, op. 10, Nr. 1 (Compagnia de Musici: Francesco Baroni); Barbara Strozzi: "Il contrasto de' cinque sensi" (Orlando di Lasso Ensemble: Detlef Bratschke); Antonio Caldara: "Temistocle", Arie des Serse aus dem 1. Akt (Philippe Jaroussky, Countertenor; Concerto Köln: Emmanuelle Haïm); Giovanni Gabrieli: "Sonata pian' e forte" (Musica Fiata: Roland Wilson)

12.20 CD-Tipp *
Die Tafel-Confect-Kostprobe

12.40 Das Stichwort * "Landini, Francesco"
Francesco Landini: "Che cosa e quest'amor?"(Fortuna)
* Als Podcast verfügbar

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