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Helge Schneider erklärt Jazz Folge 1: Die Entstehung des Jazz

„Fang immer bei den alten Römern an (…) das tun alle Brillenmenschen“: Das schrieb schon der berühmte Autor Kurt Tucholsky in seinen „Ratschlägen für einen schlechten Redner“. Helge Schneider ist auch ein „Brillenmensch“ und wenn er eine schlechte Rede hält, dann ist sie ziemlich gut. Er fängt nicht bei den Römern, sondern noch früher an.
Denn lange bevor die Bilder laufen lernten, taten es die Menschen. Helge weist plausibel nach, dass schon damals das Fundament für moderne Musik gelegt wurde. Die Töne swingen schon sehr viel länger, als wir alle denken.

Allen gängigen Überlieferungen zufolge stand die Wiege des Jazz im Mississippi-Delta um 1900. Die Schwangerschaft davor dauerte – wie Helge darlegt - sehr viel länger: Vom homo erectus über Johann Sebastian Bach bis hin zu einem unbekannten Instrumentenverschenker spannt er einen Bogen. Jazz: Das ist aufrechter Gang. Zugleich ist es die Musik von Menschen, die aus Afrika verschleppt wurden und sich den aufrechten Gang erst wieder erkämpfen mussten. Sie brauchten Instrumente, die man gut hört: zum Beispiel die Trompete.

Und sie taten das, was schon der deutsche Komponist Johann Sebastian Bach im 18. Jahrhundert tat: Sie improvisierten.

Ganz weiter Horizont. Aber durch Helges Brille gesehen, wird alles klar.

Folge 2

"Die Individualität des einzelnen Jazzmusikers im Jazz" - ab dem 29. Dezember 2015 auf br-klassik.de

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