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Helge Schneider erklärt Jazz Folge 7: Blue Note

Sie gibt Würze in den Harmoniebrei. Die "blue note", ein wichtiger Bestandteil des Jazz, lässt sich am besten am Klavier erklären. Gut, dass der Meister eins zur Hand hat. Helge haut in die Tasten, dass die blue notes nur so fliegen.

Folge 7: Blue note | Bildquelle: BR

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Helge Schneider erklärt den Jazz

Folge 7: Blue note

Blue ist nicht blau. Vieles ist blue, aber in der Musik ist damit so gut wie nie die Farbe gemeint. Helge Schneider schlägt vor: traurig. Und: das Gegenteil von Dur.
Eine Blue note, also ein trauriger Ton, ist ein veränderter Ton.

Achtung: harte Musiktheorie. Der Ton wird üblicherweise um einen Halbton erniedrigt. Aus einer Dur-Terz wird so eine Moll-Terz. In B-Dur wandelt sich ein D zu einem Des.  Bei anderen Instrumenten als dem Klavier ist diese Wahrheit noch etwas komplexer. Denn der Jazz lebt, wie viele gute Musik, vom Zwischenton.

Es ist der Spannungszustand zwischen unterschiedlichen  Skalen und Stimmungen, von denen eine Musik wie der Jazz lebt. Helge Schneider demonstriert das am lebenden Objekt, dem Klavier. Er zeigt sehr deutlich, welche Spannungen zwischen den Frequenzen herrschen können. Darin liegt eine starke Ausdruckskraft. Mit etwas Geschick lässt sie sich auf Blut, Schweiß und Tränen komprimieren.
Wer bisher eine nur vage Vorstellung von blue notes hatte, der hat jetzt auf jeden Fall eine sehr konkrete Vorstellung von Helge.

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