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Helge Schneider erklärt Jazz Folge 4: Swing

Jetzt geht’s ans Eingemachte oder zum unerklärlichsten Phänomen des Jazz: dem Swing. "It don't mean a thing if it ain't got that swing" betitelte einst Duke Ellington eine Komposition und bei Helge swingt es gewaltig.

Folge 4: "Swing..." | Bildquelle: BR

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Helge Schneider erklärt

Swing

Swing ist ein Mysterium. Aber nicht für Helge! Jazzer können swingen, Tarzan kann schwingen. Beides ist unerlässlich und ungemein effektvoll. Und miteinander verwandt.
Aber wie erklärt man das? Man kann es helgisch erklären, oder eher nüchtern analytisch: Swing basiert auf Triolen und der Spannung zwischen zwei Achtelnoten, sagt der Bassist Christian McBride. Swing ist, wenn der Schlagzeuger und der Bassist zusammen Viertel spielen, sagt der Schlagzeuger Jochen Rueckert.
Swing hat Schwung. Und wenn er fehlt, spürt man’s. Duke Ellington hat das schon mal so im Titel einer Komposition gesagt: „It don’t mean a thing if it ain’t got that swing“. Also: Wenn‘s nicht swingt, kannst du’s vergessen. Erzwingen kannst du’s aber auch nicht. Denn sonst hieße es ja Zwing. Und das möchte sich nun wirklich niemand anhören.
Aber was ist dann Swing? Helges Haarsträhne, die im Takt mitwippt? Sein weit ausschwingender Mantel? Ein Solo von Bassist Charles Mingus? Oder eines seines Kollegen Charlie Haden? Auf jeden Fall aber auch eines von Oscar Pettiford. Und sicher auch: Helge Schneider am Kontrabass.
Wenn das nicht swingt, was dann?

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