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Helge Schneider erklärt Jazz Folge 8: Jazzstandard

Das Repertoire des Jazz ist riesig. Tausende von Melodien geistern durch die Jazzwelt und etliche muss der versierte Jazzer auswendig kennen. Helge kennt sie, alle. Wieder werden die Tasten gedrückt, und ganz nebenbei erklärt Helge die Wandlung vom Evergreen zum Jazzstandard

Helge Schneider - Folge 8 | Bildquelle: BR

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Helge Schneider erklärt

Folge 8: Jazzstandard

Helge mag die Jahreszeiten. Das Frühjahr in Paris, den Herbst in New York. Er mag aber auch die Nacht und die Amsel. Zumindest im Jazz. All das kommt nämlich in Jazzstandards vor. Und Jazzstandards, die kennt Helge.

Jeder Jazzer muss welche kennen. Nur so kann man, egal mit wem und egal wo, jammen. Der Standard macht den Jazz zur universalen Sprache. Diese Stücke sind der Wortschatz und alle Jazzmusiker können durch diesem Wortschatz kommunizieren.

Standard ist das Übliche. Das, was man überall kriegt oder zumindest zu kriegen hofft. Im Jazz ist das so – und zugleich ganz anders. Denn durch eine gute Interpretation wird auch das Übliche zum Besonderen. Im Üblichen kann jeder Jazzer zeigen, wie unüblich er spielen kann. Wer den Wortschatz individuell aufladen kann, kommt über jeden Standard hinaus.

Viele Jazzstandards sind Evergreens der 20er, 30er, oder 40er Jahr. Melodien aus amerikanischen Musicals, die die Jazzer als Rahmen für ihre Improvisationen hergenommen haben. Aus dem Spiel mit diesen Themen sind dann wieder neue Jazzstandards entstanden. So wurde aus dem "Hohen Mond" die "Vogelkunde" und aus dem "Besitz des Rhythmus'" die "Wissenschaft vom Menschen".

Im Jazz ist eben alles möglich und bei Helge erst recht.

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