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Pressekonferenz der Bayreuther Festspiele Günther Groissböck sagt als Wotan ab – Ersatz gefunden

Vorerst wird Günther Groissböck, der dieses Jahr den Wotan (Wanderer) in der "Walküre" und nächstes Jahr im gesamten "Ring" singen sollte, diese Rolle nicht in Bayreuth übernehmen. Einen Tag vor Beginn der Festspiele habe er dies der Festspielleitung mitgeteilt, teilte Festspielchefin Katharina Wagner am Samstag mit.

Opernsänger Günther Groissböck | Bildquelle: © Markus Konvalin / BR

Bildquelle: © Markus Konvalin / BR

Grund für diese überraschende Absage von Günther Groissböck sei die lange Corona-Pause, sagte Festspielchefin Katharina Wagner am Samstag bei der traditionellen Pressekonferenz zum Auftakt der Bayreuther Festspiele. In Bayreuth wolle Groissböck nur beste Qualität liefern, das sei ihm jedoch unter den gegebenen Umständen nicht möglich.

Update vom 26. Juli

Wie am Montagfrüh bekannt wurde, konnten die Festspiele nun mit Tomasz Konieczny einen Ersatz für die wichtigste Rolle in der "Walküre" finden, die am Donnerstag, 29. Juli, Premiere feiert. Der gebürtige Pole sang bereits 2018 und 2019 auf dem Grünen Hügel, damals die Partie des Friedrich von Telramund im "Lohengrin".

Auch positive Nachrichten

Gute Nachrichten hatte Katharina Wagner zur bevorstehenden Premiere des "Fliegenden Holländer": Die technischen Schwierigkeiten seien überwunden, sie hoffe, es werde nicht wieder irgendetwas brennen. Bei den Proben hatte es Probleme mit der Bühnenhydraulik gegeben.

x | Bildquelle: picture-alliance/dpa Regisseur Jay Scheib | Bildquelle: picture-alliance/dpa Auch zum "Parsifal", für den im Jahr 2023 eine Neuinszenierung geplant ist, verkündete Katharina Wagner Neuigkeiten. Die Inszenierung wird in den Händen von Jay Scheib liegen. Der Regisseur, der zugleich Professor am reonmmierten MIT (Massachusetts Institution of Technology) ist, wird die Oper in "augmented reality" auf die Bühne bringen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden Brillen tragen, die das Live-Geschehen auf der Bühne durch virtuelle Effekte ergänzen werden.

"Die ganze Welt spricht von Digitalisierung", so Katharina Wagner. "Wir haben Großes mit ihm vor." Richard Wagner habe das Orchester verschwinden lassen, um eine immer tiefere Verbindung zwischen der Musik und dem Bild aufbauen zu können. Den Gurnemanz soll im neuen "Parsifal" dann Georg Zeppenfeld singen, die Titelrolle Joseph Calleja und die Kundry soll Kateria Semenchuk übernehmen.

Ich denke, unser Job wird sein, das Theater verschwinden zu lassen oder zumindest so nah wie möglich an diese Erfahrung heranzukommen.
Katharina Wagner

Bayreuther Festspiele

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