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Samstag, 19.08.2017

18:05 bis 23:00 Uhr

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Szene aus Götterdämmerung - Bayreuther Festspiele 2017
| Bildquelle: © Bayreuther Festspiele /Enrico Nawrath

Bildquelle: © Bayreuther Festspiele /Enrico Nawrath

FESTSPIELZEIT- Surround Bayreuther Festspiele

Richard Wagner: "Götterdämmerung"

Angenommen, Wagners Siegfried wäre gar nicht erschlagen worden: Hätten die Rheintöchter ihren fluchbeladenen Ring dann trotzdem zurückbekommen und die vier Teile der Tetralogie ein erlösendes Ende gefunden? Der Regisseur Frank Castorf nutzt einen der pathetischsten Momente des "Ring", Siegfrieds Trauermarsch, um den Nibelungensohn und Heldenbezwinger Hagen im Großformat zu feiern. Der seit 2016 vor Ort aktive Dirigent Marek Janowski wird dem letzten Orchesterzwischenspiel sicher wieder adäquat zu nachhaltiger Wirkung verhelfen. Auf Sängerseite gibt es gegenüber dem Vorjahr keine Umbesetzungen in dieser Bayreuther "Götterdämmerung", die uns Berliner Vor- und Nachwende zeigt, Mauerreste, Punks, Dönerbude und den morbiden Charme der Oranienburger Straße. "Plaste und Elaste" der VEB-Werke aus Schkopau sind die Welt der Gibichungen, bilden die Kehrseite der christohaft verhüllten, klassizistisch prunkenden Fassade der New Yorker Börse ("Walhall ist Wallstreet!", wie schon Wieland Wagner meinte).

Dritter Tag des Bühnenfestspiels "Der Ring des Nibelungen"
Brünnhilde - Catherine Foster
Siegfried - Stefan Vinke
Gunther - Markus Eiche
Hagen - Stephen Milling
Alberich - Albert Dohmen
Gutrune - Allison Oakes
Waltraute - Marina Prudenskaya
und andere
Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele
Leitung: Marek Janowski
Aufnahme vom 3. August 2017
Vor dem 1. Aufzug:
Dirk Kruse zu Bühnenbild und Inszenierung des 1. Aufzugs
PausenZeichen
Nach dem 1. Aufzug:
Elgin Heuerding im Gespräch mit dem Bariton Markus Eiche (Gunther) *
Dirk Kruse zu Bühnenbild und Inszenierung des 2. Aufzugs
Nach dem 2. Aufzug:
Dirk Kruse zu Bühnenbild und Inszenierung des 3. Aufzugs
* Als Podcast verfügbar

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