BR-KLASSIK

Inhalt

Sonntag, 23.01.2022

18:30 bis 23:00 Uhr

BR-KLASSIK

zur Übersicht
Die Nürnberger Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz | Bildquelle: Nikolaj Lund

Bildquelle: Nikolaj Lund

Live aus dem Staatstheater Nürnberg - Surround Claude Debussy: "Pelléas et Mélisande"

Staatsphilharmonie Nürnberg: Joana Mallwitz

"Pelléas et Mélisande" - Claude Debussys Oper atmet den Geist des Fin de siècle, die Musik ist durchweht von Todesahnung und unerfüllter Sehnsucht nach Liebe und Freiheit. Und doch ist es auch ein Werk des Aufbruchs in ein neues Jahrhundert, ein Werk des Ausbruchs aus der Konvention. Die literarische Vorlage des belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck deutet in seiner Sprache das Wesentliche nur an: das was verschwiegen wird, aber in Gesten und Stimmungen mitschwingt, ist wichtiger als das, was explizit gesagt wird. Die äußere Handlung sei für ihn nicht der Kern des Dramas, äußerte Maeterlinck, er versuche vielmehr, "tiefer in das menschliche Bewusstsein hinabzusteigen."
Das war auch der Anspruch Debussys, der mit seiner feinsinnigen, ätherischen Klangsprache vielschichtige Psychogramme der Hauptpersonen erschuf.
„Pelléas et Mélisande“ ist die erste Opernpremiere am Staatstheater Nürnberg im neuen Jahr. Allerdings kann die ursprünglich geplante Neuinszenierung von Staatsintendant Jens-Daniel Herzog aufgrund der Corona-Lage nicht realisiert werden, so dass die Premiere konzertant stattfindet. Am Pult steht Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz in der ersten Premiere nach ihrer Elternzeit. In den Titelrollen singen Julia Grüter als Mélisande und Samuel Hasselhorn als Pelléas.
Bereits um 18.30 Uhr meldet sich live aus dem Foyer Dorothea Husslein mit Interviewgästen rund um die Nürnberger Neuproduktion.

18.30 Uhr
Foyer
Informationen und Gespräche zur aktuellen Premiere im Staatstheater Nürnberg: Claude Debussy: "Pelléas et Mélisande"
Mit Dorothea Hußlein
Zu Gast:
Jens-Daniel Herzog (Staatsintendant und Operndirektor), Joana Mallwitz (Generalmusikdirektorin), Tarmo Vaask (Chordirektor), Julia Grüter (Mélisande), Samuel Hasselhorn (Pelléas)

ab 19.00 Uhr
Claude Debussy: "Pelléas et Mélisande"
Mélisande - Julia Grüter
Pelleas - Samuel Hasselhorn
Golaud - Sangmin Lee
Der kleine Yniold - Alma Unseld
Arkel - Taras Konoshchenko
Genoveva - Helena Köhne
Arzt - Michal Rudziñski
Hirte - Gor Harutyunyan
Chor des Staatstheater Nürnberg
Einstudierung: Tarmo Vaask
Staatsphilharmonie Nürnberg
Leitung: Joana Mallwitz

Dazwischen:
PausenZeichen
"Theater der Angst und der Grausamkeit"
Debussys "Pelléas et Mélisande" - ein Fanal der Moderne
Von Klaus Meyer

    AV-Player