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Newport News - 25. April 1917 Ella Fitzgerald wird geboren

Ella Jane Fitzgerald wächst in Yonkers, New York auf. Als ihre Mutter stirbt, beginnt für den Teenager eine harte Zeit: Die 15-Jährige gerät in Schwierigkeiten, kommt ins Heim, flieht, lebt auf der Straße. Mit 17 Jahren ergreift die obdachlose, schüchterne Ella die Chance, beim Talentwettbewerb im Apollo Theatre in Harlem teilzunehmen. Sie will Tänzerin werden. Doch dann kommt alles ganz anders.

Die Sängerin Ella Fitzgerald 1968 in Berlin bei einer Aufnahme für das ZDF in der Deutschlandhalle | Bildquelle: Bayerisches Jazzinstitut/Ludwig Binder

Bildquelle: Bayerisches Jazzinstitut/Ludwig Binder

Ganz spontan singt sie statt zu tanzen und erobert zum ersten Mal in ihrem Leben ein Publikum - ein gnadenloses zudem, das, was nicht gefällt, regelmäßig von der Bühne buht. Zwei Jahre später landet sie als Sängerin der Chick Webb Big Band ihren ersten Schallplattenhit und mit 21 Jahren ihren ersten Millionenseller. Es ist ein Kinderlied im swingenden Arrangement. 

Instrumentale Stimmgewalt

Die Autodidaktin, die keine Noten lesen kann, ist ein Star und wird zur "First Lady of Swing". Manche Kritiker halten sie für eine Popsängerin. Doch welche Popsängerin könnte ihre Stimme so instrumental einsetzen? Populär ist Ella Fitzgerald aber tatsächlich und sie bleibt es: Ob mit Bebop, den Klassikern aus dem "Great American Song Book", Bossa Nova oder Songs der Beatles. Ihr Timbre und ihr Stil sind beliebt, und ihr Witz ebenso - zum Beispiel in den Duetten mit ihrem Idol Louis Armstrong.

Am Ende ihres Lebens wird die "First Lady of Song", wie sie ab den 50er Jahren genannt wird, Multi-Millionärin sein. Ihr letztes Konzert gibt Ella Fitzgerald 1991 in der Carnegie Hall. Sie lebte, um zu singen und sang, um ihr Publikum glücklich zu machen. Das ist ihr selbst mit ihren melancholischen Liedern gelungen und dem süßen Trost, der aus ihnen sprach.

Ella Fitzgerald mit "Summertime" (1968)

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