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Bariton Hermann Prey Die Liebe zur deutschen Romantik

Berlin, 11. Juli 1929: Hermann Prey wird geboren. Nicht zuhause am Klavier, sondern beim Wandern lernte Hermann Prey seine Opernpartien. Der Bariton besaß eine große Liebe zur deutschen Romantik, zur Lyrik und zum Klang der Worte: Die Beschäftigung mit Schubert-Liedern wurde zum Kernpunkt seines künstlerischen Schaffens.

Der Bariton Hermann Prey (undatierte Aufnahme aus den 60er-Jahren) | Bildquelle: picture-alliance/dpa

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New York, Wien, Paris, Mailand und Tokio: Mitte der 1950er-Jahre startete Hermann Prey eine Weltkarriere. Elegant bewegte er sich zwischen den Genres. Ob auf der Opernbühne, im Operettenfach oder als Sänger, der keine stilistischen Grenzen kennt. Entgegen der weit verbreiteten Auffassung, dass ein Sänger sich für eine Richtung entscheiden müsse, sah sich Hermann Prey als ein "EU"-Sänger. Und meinte damit die sogenannte "Ernste" und "Unterhaltende" Musik.  

Es kommt gar nicht darauf an, was man macht, man muss es anständig machen, gut machen.
Hermann Prey

Mit Hut und falschem Bart

Bereits als Kind hatte er gerne Publikum gehabt; war keins da, ist er mit Hut und falschem Bart vor sich selbst aufgetreten. Viel Überzeugungsarbeit musste der junge Hermann leisten, um die Einwilligung des Vaters für die künstlerische Laufbahn einzuholen. Joseph Keilberth war sein "Urvater" als Dirigent, der Tenor Fritz Wunderlich der einzige Sängerfreund seines Lebens. Waren die "Meistersinger" von Richard Wagner Preys musikalisches Herzensstück auf der Opernbühne, formulierte er einen persönlichen Wunsch so: "Weg von der gekonnten stimmlichen Brillanz, mit leicht erhobenem Zeigefinger, so wird’s gemacht, hin zum Herzen des Hörers."

Der Hörer soll für meine Begriffe nicht bewundern, sondern innerlich bewegt werden.
Hermann Prey

Was heute geschah

Unsere Reihe "Was heute geschah" zu bemerkenswerten Ereignissen der Musikgeschichte können Sie auch um 7:40 Uhr, um 12:30 Uhr und um 16:40 Uhr auf BR-KLASSIK im Radio hören. Weitere Folgen zum Nachhören finden Sie hier.

Sendung: "Allegro" am 11. Juli 2024 ab 6:05 Uhr auf BR-KLASSIK

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